MuK-Blog der SRH Fernhochschule – The Mobile University

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Web 2.0

Die Geschichte der E-Mail

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Wollte man im 18. Jahrhundert jemand eine Nachricht überbringen, konnte man dies über einen Boten machen, der sich direkt auf sein Pferd schwang und los ritt. Die andere Möglichkeit war, man gab bei der Post einen Brief auf und musste warten, bis die Nachricht über mehrere Tage oder gar Wochen hinweg mit mehreren Zwischenstationen den Weg zum Empfänger fand. Heutzutage versenden wir solche Nachrichten im Sekundentakt per E-Mail. Doch welchen Weg ging die Entwicklung vom Pferd bis zum Mausklick und was wird die Zukunft bringen?

Die Telegraphie – 18. Jahrhundert

Telegraphie

Samuel Morse konstruierte 1837 den verbesserten Schreibtelegrafen zum Telegraphieren

Der erste wohl technisch korrekte Vorfahre der E-Mail ist die Telegraphie. Die Telegraphie wird definiert als eine Übermittlung von Nachrichten über eine geographische Distanz. Genau genommen ist die Optische Telegrafie im 17. Jahrhundert der erste Vorfahre der E-Mail. Mit den technischen Möglichkeiten kam dann 1809 der nächste logische Schritt, die Kabel gebundene Telegrafie, auch elektrische Telegrafie genannt. Kabellos wurde die Telegraphie dann 1898 als Ferdinand Braun die Telegrafie per Funk erfand.

Die Rohrpost – 1870er

Scheint es auf den ersten Blick etwas kurios, dass die Rohrpost hier aufgelistet ist, so muss man wissen, dass z.B. die Anlage in Berlin zu ihrer besten Zeit ein Netz in der Größe von rund 400 km hatte. Selbstverständlich konnten damit flächendeckend keine großen Entfernungen abgedeckt werden, jedoch war es möglich innerhalb bestimmter Gebiete Nachrichten über das Rohrsysten zeitsparend zu versenden. Jährlich wurden so bis zu 8 Millionen Sendungen verschickt.

Bildquelle: Freeimages.com/Roger Kirby

Telex – 1930er

Telex

Fernschreiber mit Netzanschluss

Das Telex-Netz ähnelte in der Funktionsweise stark dem heute noch bestehenden Telefonnetz. Der Unterschied liegt darin, dass im Telefonnetz Sprache, und im Tele-Netz eben Texte übertragen wurden. Jeder Teilnehmer hatte eine eigene Nummer und als Sender/Empfänger diente ein Fernschreiber oder eine Schreibmaschine mit Netzanschluss.

Ende der 1970er gab es in Deutschland ganze 120.000 Anschlüsse. Das digitale Telex-Netz löste in den 1980ern bis dahin verwendete analoge Telex-Netz ab. Kurze Zeit später aber wurde auch der digitale Nachfolger vom Internet eingeholt.

ARPANET – 1960er

Das ARPANET gilt als Vorläufer des Internets. Darüber wurde in einem unserer vorherigen Artikel, Web 2.0 schon mal näher berichtet . Das @ in der E-Mail Adresse tauchte das erste Mal 1970 auf. Die erste richtige E-Mail wurde 1984 zwischen Kollegen der Karlsruher Universität versendet.

Bildquelle: Freeimages.com/John Nyberg

Webmailer für Jedermann – 1990er

Outlook E-Mail Programm

Outlook E-Mail Programm

Bildquelle: Freeimages.com/simon stratford

Durch Webmail-Anbieter wie Hotmail oder web.de konnte sich ab Mitte der 1990er jeder sein eigenes kostenfreies E-Mail Konto einrichten. Wurden bis dahin E-Mails lediglich für private und geschäftliche Zwecke genutzt, stieg mit der Anzahl privater Anwender auch das Interesse an der E-Mail als Marketinginstrument.

Die Schattenseiten der E-Mail

Virus E-Mail

E-Mails können auch Gefahren mit sich bringen

Das neue Kommunikationsmittel schien zu Beginn nur Vorteile mit sich zu bringen. Weniger Laufwege, schnellere Reaktionszeiten und sollte jemand nicht gleich erreichbar sein, konnte er die Nachricht ja auch später lesen und musste nicht erneut kontaktiert werden.

Die große Ernüchterung folgte dann in den 2000ern mit dem Einsetzten der großen Spamfluten. Potenzpillen und Kreditangebote überschwemmten die Postfächer und sorgten für die Entwicklung neuartiger Spamfilter. Heut zu Tage ist Spam auch durch die Anpassung der gesetzlichen Grundlagen größtenteils kein Problem mehr. Problematischer sind Trojaner und Viren die uns über E-Mail erreichen und großen Schaden anrichten können. Sie wühlen sich durch unser Adressbuch um sich dann wahllos zu reproduzieren oder beginnen die Festplatte zu verschlüsseln um gegen eine Zahlung im unteren vierstelligen Euro-Bereich eine Entschlüsselung der Daten zu erpressen.

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Was bringt die Zukunft?

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In Zukunft wird die E-Mail mehr und mehr mobil. Automatisierte Automailer und ausgeklügeltere Personalisierungsfunktionen sollen die Arbeit mit E-Mails in allen Bereichen weiter erleichtern. Intelligente Mailprogramme wie Gmail sind bereits auf dem Markt und werden ständig weiterentwickelt. Dabei handelt es sich um Programme die selbstständig entscheiden können, wie wichtig eine E-Mail für den jeweiligen Anwender ist und um was es in der E-Mail geht. Das E-Mail Programm handelt bei Bedarf z.B. durch einen Eintrag in den Kalender oder das Aufblinken einer Zahlungserinnerung im Falle einer Rechnung.

 

 

Textquellen:
Wikipedia, abgerufen am 01.04.2016
t3n.de, abgerufen am 01.04.2016
rp-online.de, abgerufen am 01.04.2016

Bildquelle: FreeImages.com/Alfonso Romero

 

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