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Fair Use

„Fair Use“ – Google gewinnt Rechtsstreit

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„Fair Use“ – ein Gewinn für alle Studenten – wirklich?

Viele von Euch werden diese Situation kennen – Ihr recherchiert im Internet zu einem bestimmten Thema und früher oder später landet die Google Suche bei einem digitalisierten Buch. Das ist meist das Werk von Google und wird „Fair Use“ genannt. Google hat sich bereits vor Jahren zur Aufgabe gemacht, Millionen von Büchern zu digitalisieren und diese im Internet kostenlos zur Verfügung zu stellen. Diese können von jedem weltweit, – ganz oder teilweise – durchsucht und gelesen werden.

Dies fanden einige Autoren nicht zu toll da sie einen Rückgang ihrer Verkaufszahlen befürchteten und gleichzeitig ihre Copyrightrechte darin verletzt sahen. Daher beschlossen sie ihr Recht einzuklagen. In den USA geschah dies durch die US-Schriftstellervereinigung Authors Guild. Diese mahnten an, dass es gegen das Urheberrecht verstoße, wenn die Verbreitung der Bücher ohne angemessene Bezahlung erfolge.

Fair Use

Bildquelle: Freeimages.com/Michelle Seixas

Bereits 2013 hat eine Gerichtsentscheidung zu Gunsten von Google entschieden und die Digitalisierung zumindest in den USA für rechtens erklärt worauf Authors Guild jedoch in Berufung ging die nun endgültig vor dem obersten US-Gericht in Washington abgelehnt wurde.

Laut „Fair Use“ kann jeder ohne die Zustimmung der Autoren deren Werke weiter verwenden. Voraussetzung dafür ist, dass die herkömmliche Verwertung der Werke dadurch nicht bedroht wird, das ganze einem öffentlichen Interesse dient und ein neues Werk daraus entsteht.

Fair Use für Deutschland undenkbar

Für Deutschland wird dieses Urteil zu „Fair Use“ allerdings keine Auswirkungen haben da das deutsche Urheberrecht eine teilweise oder volle Zitation von Bücher in dem Umfang wie Google dies gerne hätte verbietet. Die einzigen Ausnahmen bilden dabei Schulen und Universitäten die Teile von Werken für die Lehre benutzen dürfen. Somit müssen Studentenauch weiterhin auf andere Quellen zurückgreifen, um an deutschsprachige Literatur zu kommen. Eine Änderung ist auch in Zukunft nicht absehbar.

Textquellen:

n-tv.de/abgerufen am 09.05.2016
zeit online/abgerufen am 09.05.2016
sueddeutsche.de/Johannes Kuhn/abgerufen am 09.05.2016

Quelle Beitragsbild: Freeimages.com/Johanna Ljungblom 

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