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Limonade

Liwo Limonade

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Best Case: Liwo Limonade. Die Alternative, nicht nur zur herkömmlichen Limonade

Liwo GmbH

Patrick Krell, Patrick Pfäffle und Michael Taheri haben 2014 ihr gleichnamiges Unternehmen Liwo GmbH gegründet, welches sich auf die Herstellung von Frucht- und Gemüsesäften fokussiert. Es ist ihnen gelungen ein Getränk herzustellen, das vom Körper langsamer verdaut wird und dadurch länger sättigt. Dadurch bietet Liwo Limonade eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Erfrischungsgetränken. Dabei ist besonders erwähnenswert, dass Liwo nicht nur neue Wege bei der Herstellung geht, sondern die Limonade auch unkonventionell vertreibt und vermarktet.

Das Besondere an der Liwo Limonade

Die Geschäftsführenden Gesellschafter haben eine Limonade kreiert, die im Vergleich zu anderen Limonaden langsamer verdaut wird. Herkömmliche Erfrischungsgetränke beinhalten eine große Menge an schnell verdaulichem Zucker oder Süßstoff, was zu eine Konfusion im Blutzucker- und Insulinspiegel führt. Anders die Liwo Limonade. Durch wertvolle Ballaststoffe, ausgewählte Vitamine, langsam verdauliche Kohlenhydrate, Grüntee-Extrakt und den Zusatz von Zitrus und Kaktusfeige hält die Liwo Limonade den Energiehaushalt langfristig im Gleichgewicht. Maßgeblich beteiligt an der Entwicklung dieser Limonade war die Bergische Universität und das evalomed Institut für Gesundheitsforschung.

Nachfolgend seht Ihr den Werbespot „Liwo – Liimo war gestern!“.

Videoquelle: © YouTube. Liwo-Limo war gestern!

Eine gesunde Alternative allein reicht nicht aus. Neuartiger Vertrieb der Liwo Limonade

So wie das Beispiel Bionade von der „Die Oetker-Gruppe“ zeigt, reicht es nicht aus lediglich eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Limonaden herzustellen. Bei der neuen Bionade-Sorte Zitrone-Bergamotte bspw. „[…] wurde besonderer Wert auf die lückenlose Nachvollziehbarkeit der Lieferantenkette vom Erzeuger bis zu Bionade gelegt.“ (Geschäftsbericht 2014 der Dr. August Oetker KG).

Auch die Liwo Limonade hat eine durchdachte Marketing- und Vertriebsstrategie. Überlegung der Gründer war, dass Menschen am Arbeitsplatz die meiste Zeit ihres Lebens verbringen und somit besonders am Arbeitsplatz mehr für die Gesundheit getan werden sollte. Da es nachweislich weniger Krankheitstage bei gesunden Mitarbeitern gibt und sich weniger Fehltage positiv auf den Unternehmenserfolg auswirken, sollten Unternehmen – nach Annahme der Gründer – folglich darin bestrebt sein, ihren Mitarbeitern eine gesunde Alternative am Arbeitsplatz zu bieten.

Aus diesem Grund haben die Gründer die Unternehmen auch direkt angesprochen und sind nicht den klassischen Weg über die Gastronomie oder Einzelhandel gegangen. Zudem versprachen sich die Gründer durch die Zusammenarbeit mit der Bergischen Universität Wuppertal und dem Institut für Gesundheitsforschung ein großes Interesse der Unternehmen. Die Tatsache, dass das Konzept vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wurde, hat sicherlich auch noch einmal zur Steigerung des Interesses seitens der Unternehmen beigetragen.

Ist das Interesse der angesprochenen Unternehmen erst einmal geweckt, verschickt die Liwo GmbH nach erster direkter Kontaktaufnahme ein Test-Paket, um die potentiellen Kunden auf den Geschmack zu bringen. Darüber hinaus bietet der Entschluss, Unternehmen als Zielgruppe zu fokussieren weitere Vorteile. Dadurch, dass die Abnahmemengen bei Unternehmenskunden oft relativ hoch sind, kann Liwo auch schnell eine kritische Ausbringungsmenge erreichen. (siehe nachfolgende Abbildung)

Liwo Limonade: Break-Even-Point-Analyse

Liwo Limonade: Kritische Ausbringungsmenge

Kompletierung des Liwo Limonade-Konzepts durch Abstimmung der Werbung auf die Zielgruppe

„Die gesunde Alternative am Arbeitsplatz“ so warb Liwo vor kurzem auf der XING-Webseite. Dadurch konnte Liwo-Limonade doppelt Punkten. Zum einen wurde speziell die Zielgruppe Unternehmen angesprochen, zum anderen konnte hohe Aufmerksamkeit auf das Produkt generiert werden, da kaum jemand Werbung für Getränke auf dieser Plattform macht. Darüber hinaus nutzt Liwo Guerilla-Marketingaktionen, um mit kleinem Budget groß aufzufallen.

Bedingt durch den Umbau des Bahnhofs in Wuppertal, kommt es besonders an einer innerstädtischen Kreuzung zu Staus. Liwo nutzte diese Gelegenheit letztes Jahr an einem heißen Sommertag und verteilte an der Kreuzung, unter Zuhilfenahme von Musik und dem Charme der Mitarbeiter, die eisgekühlte Liwo Limonade. Diese Aktion sorgte nicht nur für Entspannung bei den gestressten Autofahrern, sondern war so erfolgreich, dass darüber im Radio Wuppertal berichtet wurde und sicherlich noch einmal die Bekanntheit der Liwo Limonade steigern konnte.

Schlußbetrachtung

Eine neue Idee die den Verbrauchern einen Mehrwert bietet hat auf den ersten Blick stets enormes Potenzial. Doch erst ein schlüssiges Vermarktungskonzept sorgt dafür, dass eine Idee auch wirtschaftlich erfolgreich auf einem Markt bestehen kann. Startups sind oftmals kreativ und bringen neue Ideen ein. Meistens scheitert es jedoch an der Unerfahrenheit des Managments in Bereichen wie Personalführung oder eben der Vermarktung. Die Liwo GmbH geht mit ihrer direkten Art auf Unternehmen zu, nutzt Kanäle die für die Zielgruppe relevant sind und ergreift Chancen, die sich in ihrem unmittelbarem Umfeld ergeben.

 

Textquellen:

best-practice-business.de. Zugriff am 07.07.2016

Bisnode Deutschland GmbH. Zugriff am 07.07.2016

Geschäftsbericht Die Oetker-Gruppe. Zugriff am 07.07.2016

Gabler Wirtschaftslexikon. Stichwort: Break-Even-Analyse. Zugriff am 07.07.2016

Videoquelle:

© YouTube. Liwo-Limo war gestern!

Bildquelle:

© Kritische Ausbringungsmenge: MuK-Blog. Eigene Darstellung. 2016

Beitragsbild:

© pixabay.com. Fotograf: condesign. Zugriff am 07.07.2016

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