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„Parade of Progress“

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„Parade of Progress“ GM – Promotion

Vor 75 Jahren hatte Charles F. Kettering die Idee eine Roadshow zu veranstalten, welche der amerikanischen Bevölkerung die neuen Fahrzeuge und Technologien von General Motors vorstellen sollte. Im Jahr 1941 begann die Parade of Progress (gek. PP) in Lakeland (Florida). Von da an machten die Futurliner-Busse von GM in weiteren 250 Städten der USA, Kanada und Mexiko, halt. 1956 endete die Show zwar mit einem Totalschaden eines Futurliners, nichts desto trotz wurde die PP bis dato von elf Millionen Menschen besucht. Eine raffinierte und direkte Promotionkampagne, um mit potentiellen Kunden ins Gespräch zu kommen und zeigen zu können, was das eigene Unternehmen alles zu bieten hatte.

Wie kam es zur Parade of Progress?

GM´s  Vizepresident, Charles F. Kettering wurde von den Ausstellungsstücken für Wissenschaft und Technik des Unternehmens auf der 1933-34 stattfindenden Chicago World´s Fair inspiriert und wollte diese Errungenschaften auf die Straße bringen. Dazu überzeugte er den damaligen Vorstandsvorsitzenden, Alfred P. Sloan, Jr. und den public relations vice president, Paul Garrett von seiner Idee.

Parade of Progress

Parade of Progress von: jarmoluk Michal Jarmoluk

Kettering  war davon überzeugt, dass die von der Depression ermüdete Bevölkerung mit Vergnügen Filme, Shows, Messen oder sonstige Arten von Unterhaltung besuchen würde, um sich von der Notlage des Landes abzulenken. Deshalb startete 1936 die erste PP mit 8 großen, rot-weiß lackierten, sonderangefertigten Bussen. 6 von diesen Bussen  bildeten ein walk-through, indem sich drei Busse auf der einen und drei Busse auf der anderen Seite gegenüber standen. Der siebte Bus bildete die Bühne und der achte transportierte das Equipment. Für die  PP wurde in jeder Stadt ein Zelt aufgeschlagen und eine frei zugängliche Wissenschafts- und Bildungsshow angeboten. Da die PP so erfolgreich war, wurden 1940 noch einmal 10-12 Busse gebaut, die man von da an Futurliner nannte und welche die Parade ab 1941, mit Unterbrechung während des zweiten Weltkriegs, bis 1965 auf den Straßen präsentierten.

Nähere Informationen zur PP findet Ihr Hier und weiterführende Informationen zu den Futurlinern Hier

Was gab es bei der Parade of Progress zu sehen?

Die damalige Produktpalette von General Motors beschränkte sich nicht nur auf Autos. Deshalb gab es für die Besucher der PP neben Autos auch bspw. Mikrowellen oder TV-Geräten zu sehen. Zusätzlich wurde in dem großen weißen Zelt darüber informiert, wie die Wirtschaft die Erkenntnisse der Wissenschaft nutzt, um die Bedürfnisse der Konsumenten besser befriedigen zu können. So gab es beispielsweise zu sehen, wie allein durch den Klang einer Stimme ein Glas zebrochen werden kann, oder wie ein Ei auf einem kalten Ofen gebraten wird.

Hier seht Ihr einen Promofilm der Parade of Progress

Videoquelle: Youtube GMs Parade of Progress--Futurliners

Gibt es heute etwas Vergleichbares zur Parade of Progress?

Ja, auch heute lassen Unternehmen Autos, Busse, LKW´s oder ähnliches bauen, um diese für Marketing- und Promotionzwecke zu nutzen.

Der Getränkehersteller Carolinen lässt auch 2016 wieder seinen futuristischen Colani-Truck in seinem Vertriebsgebiet durch die Städte rollen. Am 12.08.2016 kann der Truck in Soest am Kaufland,
Senator-Schwartz-Ring 24, bewundert werden. An Bord ist nicht nur das aktuelle Produktportfolio des Getränkeherstellers, es wurde auch für weitere Unterhaltungsarrangements gesorgt.

Weitere Termine und Informationen zum Colani-Truck findet Ihr Hier

 Textquellen

spiegel.de; Prengel, H.; Zugriff am 07.08.2016

futurliner.com; k.A.; Zugriff am 07.08.2016

carolinen.de; Ramforth-Wüllner, M.; Grebe, G.; Harbeck, V.; Zugriff am 07.08.2016

Bildquelle

© pixabay.com; Fotograf/-in: CopyrightFreePicture; Zugriff am 07.08.2016

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