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Kinobesuch

„LIVING WITH WORDS – Ein Leben im Kinosaal..“ – ein Interview

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Ich selbst gehe nicht oft ins Kino. Mich schrecken ehrlich gesagt die immens hohen Preise davon ab. Es ist nun nicht so, dass ich den Weg in den Kinosaal niemals beschreite – aber es ist, wenn ich doch mal gehe, ein wirklich besonderes Erlebnis. Also etwas, was man nur ab und zu macht und sich halt manchmal regelrecht gönnt.
So oder so ähnlich beschreibt auch Kevin Herforth in seinem Blog-Intro von LIVING WITH WORDS – Ein Leben im Kinosaal“ sein Gefühl bei seinen Kinobesuchen – bloß mit größerer Leidenschaft. Mein guter Freund ist nämlich Kino-Fanatiker und lässt uns alle an seinem Hobby teilhaben. MuK-Blog wollte mehr wissen und stellte ihm ein paar Fragen dazu.

Norine Palme (MuK-Blog): Hallo Kevin, schön, dass du dir Zeit für dieses Interview nimmst. Deinen Blog betreibst du schon seit dem Jahr 2014. Wie bist du damals auf die Idee gekommen, deinem Hobby eine öffentliche Plattform zu geben? Und welche Intention verfolgst du damit?

Kevin Herforth (LIVING WITH WORDS): Hallo Norine. Wie du in deiner Einleitung bereits angedeutet hast, scheitert häufig ein Kinobesuch am lieben Geld und der Befürchtung, eventuell einfach zu viel ausgegeben zu haben für zwei Stunden Unterhaltung. Wenn der Film dann auch noch schlecht war, trauert man besonders stark dem hart erarbeiteten Geld hinterher. Bei meinen Freunden und mir war das nicht anders, bis ich dann schließlich vor 3 Jahren den Entschluss gefasst habe, bewusst mit einem anderen Ansatz an die Sache heranzugehen. Ich entschied mich dazu, statt jeden Kinobesuch von den Preisen abhängig zu machen, lieber im Voraus eine Flatrate für ein Jahr abzuschließen, nicht dem Geld nachzuweinen und es zu genießen, zu jeder Zeit in jeden Film gehen zu können, auf den ich Bock hatte. Die anfänglichen Zweifel verflogen schnell, die Investition hatte ich bei über 100 Kinobesuchen pro Jahr mehr als doppelt wieder raus, ich habe meinen Filmhorizont deutlich erweitert und befinde mich mittlerweile in meinem dritten Flatrate-Jahr.
Diese Erfahrung wollte ich mit meinen Freunden und Bekannten teilen und habe meine Leidenschaft fürs Schreiben und Filmgucken auf meiner Seite vereint. Zeitgleich möchte ich mit meiner Liebe für Filme in Form meiner spoilerfreien Reviews meinem Bekanntenkreis enttäuschende Kinobesuche ersparen, wenn ich einen schlechten Film gesehen habe, und natürlich aber auch dazu animieren häufiger ins Kino zu gehen und abseits der 2-3 Blockbuster-Must-Sees des Jahres auch anderen Filmen eine Chance zu geben, die ich toll fand.

Norine Palme (MuK-Blog): In deinen persönlich gezogenen Resümees finden sich Rezensionen aus unterschiedlichen Filmgenres wieder. Welches ist dein liebstes Genre und gibt es welche, die du komplett von deinem Blog ausschließt, z. B. kitschige Liebesromane 😉?

Kevin Herforth (LIVING WITH WORDS): Wenn ich so darüber nachdenke, muss ich sagen, dass ich eigentlich kein liebstes Genre habe. Ich betrachte jeden Film für sich und habe dann an diesen gewisse Ansprüche und unterschiedliche Maßstäbe. An dieser Stelle muss ich auch mal eine Lanze für epische, kitschige Liebesschnulzen brechen, denn auch diese haben natürlich eine Daseinsberechtigung und werden von Zeit zu Zeit von mir konsumiert.
Natürlich fällt es mir als kräftiger, bärtiger Typ leichter, ein Ticket für einen Actionfilm zu holen als für 50 Shades of Grey oder Bridget Jones 😉 . Dennoch: Klassiker wie beispielsweise „Dirty Dancing“, „Tatsächlich Liebe“, „Wie ein einziger Tag“, „Casablanca“, oder „Titanic“ – um nur einige zu nennen – kann man sich durchaus jedes Jahr mal anschauen.

Norine Palme (MuK-Blog): Auf welche Filme oder Events freust du dich im Jahr 2017?

Kevin Herforth (LIVING WITH WORDS): Oha, da machst du ein Fass auf.  Also mein liebstes Event jedes Jahr steht am 26.02 an: die Oscars. Am 17.2 starte ich auf meiner Seite wieder mein Oscar-Special, in dem ich jeden Tag bis zur Verleihung die Nominierten für den Besten Film und meine Einschätzung der Gewinnchancen vorstelle. Am Tag der Verleihung sitze ich dann begeistert vor dem Fernseher, fieber angespannt mit und hoffe, dass sich mein Gefühl über das gesamte Filmjahr nicht getäuscht hat.
Im Gegensatz zum super schwachen Blockbuster-Jahr 2016, wird es dieses Jahr hoffentlich wieder deutlich bergauf gehen. Freuen tu ich mich hier auf  Kong: Skull Island, War for the Planet of the Apes, Blade Runner 2049, Ghost in the Shell, Valerian und natürlich Star Wars VIII.
Von den etwas kleineren Projekten klingen bislang God Particle, Annihilation und Okja vielversprechend.

Kino

Die Oscars werden 2017 bereits zum 89.-mal verliehen. Auf LIVING WITH WORDS gibt Kevin seine persönlichen Einschätzungen ab.

Bildquelle: © pixabay.de / ein Bild von DWilliams

Norine Palme (MuK-Blog): Heutzutage gibt es ja zahlreiche – auch gemütlichere und preisgünstigere – Alternativen sich Filme ansehen zu können. Denkt man z. B. an die Dienste von Amazon Prime, netflix oder dem Mammut „Videotheken“. Wie ist deine persönliche Einschätzung: Werden in 10 Jahren überhaupt noch Menschen das Kino besuchen?

Kevin Herforth (LIVING WITH WORDS): Das hoffe ich doch. Für mich bietet das Kinoerlebnis einfach einen gewissen Mehrwert im Vergleich zum Heimkino. Sicherlich haben beide Alternativen wie alles im Leben Vor- und Nachteile, aber momentan denke ich, dass beide auch in Zukunft koexistieren können.
Das größte Problem an den aktuellen Streamingangeboten ist die Aktualität, Vielfalt und die Zerstückelung der Inhalte auf sämtliche Plattformen, die alle Geld sehen wollen. Ich bin gespannt, wie sich Sehgewohnheiten, Kino und Streaming in Zukunft verändern, glaube aber, dass Kinoliebhaber auch weiterhin den großen Saal dem Wohnzimmer vorziehen und Sparfüchse ihre Couch für gezielte Kinobesuche mit Eventcharakter verlassen werden.

Norine Palme (MuK-Blog): Kevin, zum Schluss noch eine letzte Frage, die einen persönlichen Tipp abverlangt: Was sind deine absoluten Lieblingsfilme, die jeder unbedingt gesehen haben sollte?

Kevin Herforth (LIVING WITH WORDS): DIE VERBOTENE FRAGE! 😀 , Spaß beiseite! Es fällt mir echt schwer mich festzulegen – ich weiß es einfach selbst nicht. Die Liste meiner liebsten Filme ist vielseitig wie lang, aber zur engeren Auswahl gehören sicherlich: Let me in (amerikanische Version), Star Wars: The Empire Strikes back, Black Swan, Nightmare before Christmas, Birdman, Mad Max: Fury Road, E.T., Schindlers Liste, Gladiator, The Dark Knight, Braveheart u.v.m.
Wer abseits von diesen Klassikern ein paar Filmeperlen aus 2016 nachholen möchte, aber nicht weiß, welche Filme sich lohnen: Meine Empfehlungen sind auf meinem Blog zusammengetragen (Hier ist der Link zu seinen Empfehlungen).

Norine Palme (MuK-Blog): Vielen Dank für deine Zeit und wir wünschen dir viele spannende Filme, die es zukünftig zu sehen geben wird J.

(Interview vom 15.01.2017)

Bildquelle: © pixabay.de / ein Bild von pixelheart

Autor: Norine Palme

"Wenn der Plan nicht funktioniert, dann ändere den Plan - aber niemals das Ziel!"

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