Digitale Branche

Digitale Branche

Die digitale Branche als Berufsbild

Die Digitalisierung rückt immer mehr in den Fokus und erhält verstärkt Aufmerksamkeit. Die digitale Branche entwickelt sich weiter und bietet neben Neuerungen im Bereich Technik und Vernetzung auch ein größere Vielfalt an Jobangeboten. Ganz besonders steigt die Nachfrage nach Fachkräften.

„Arbeiten in der Digitalen Wirtschaft – das bedeutet in einer jungen Branche mit meist jungen Kolleginnen und Kollegen zusammenzuarbeiten“ – so wird der Bericht der BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft) und Kienbaum abgeschlossen.
Innovation spielt in dieser Branche eine übergeordnete Rolle und am besten werden diese von sogenannten digitalen Experten umgesetzt, Fachkräften, die ihr Gebiet wie ihre eigene Westentasche kennen.

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Digitale Branche: Quelle; Bilder: pixabay.com (Bild klicken für Link) von: bykst; kai Stachowiak – Hamburg/Deutschland

Gefühlt jeder dritte arbeitet als Manager

Eine bekannte Jobbezeichnung in der Branche ist „Online Marketing Manager“ – heutzutage wo jeder zweite „irgendwas mit Medien“ macht, sagt jeder dritte von sich, er ist für „Internetwerbung“ und „Onlinepräsentation“ eines Unternehmens zuständig. Die Bezeichnung „Manager“ dahinter klingt natürlich gleich viel verantwortungsvoller.
Dabei steckt in diesem Beruf sehr viel Arbeit, Fleiß und vor allem: Sachkenntnis. Kundenakquise und Werbung für das Unternehmen fordern nämlich zum einen exaktes Wissen über die Firma selbst, sowie über die anzuwerbenden Kunden und ebenso über die Branche und die Instrumente, die eingesetzt werden können/sollten.
Mit nur einem Unterschied von 10 Prozentpunkten (55% männlich, 45% weiblich) ist in diesem Berufsbild auch das Gehalt ausgeglichen, d.h. Frauen verdienen in etwa das Gleiche wie Männer dieses Berufs.

Die digitale Branche und ihre Topverdiener

Die Topverdiener in der digitalen Wirtschaft sind Mitarbeiter im Bereich des Innovationsmanagements: es winken Durchschnittsgehälter von 100.000€ im Bereich der Senior Fachkräfte. Auf den nachfolgenden Plätzen der Top 5 liegen:

– Business Development Manager (80 Tsd. €)

– Digital Sales Manager/Account Manager/Key Account Manager (80 Tsd. €)

– Mobile Web Developer (76 Tsd. €)

– Business Analyst (73 Tsd. €)

Die „Verlierer“ der Branche

Am Ende der Gehaltskette stehen Einsteiger im Beruf, sogenannte „Juniors“. Als die schlechtbezahltesten Berufe gelten dabei:

– Online Marketing Manager (54 Tsd. €)

– Direktmarketing Manager (50 Tsd. €)

– Digital Media Planner (49 Tsd. €)

– Digital Designer (48 Tsd. €)

und als Schlusslicht der Affiliate Marketing Manager mit einem Durchschnittsjahresgehalt von 44 Tsd. €.

Doch auch für die letzteren gibt es Hoffnung: im Vergleich zum vorigen Jahr gab es einen Gehaltsanstieg von 5%. Die digitale Branche wächst weiter und somit auch ihre Gehälter. Nicht zu vergessen natürlich die Boni, die sich allerdings im Bezug zur Berufserfahrung erheblich unterscheiden.

Im Norden verdient man am Meisten

Auf Deutschland verteilt verdienen Mitarbeiter der digitalen Wirtschaft im Norden am meisten (7% über dem Gesamtdurchschnitt) und im Osten, mit Ausnahme von Berlin, am wenigsten (ca. 24% weniger als im Westen, in MV sogar 35% weniger, allerdings sind hier auch weniger Digitale Unternehmen ansässig).

Mehr Frauen als Männer interessieren sich für die Berufe in der digitalen Wirtschaft

Zudem wurde in der Studie festgestellt, dass die Branche mehr Frauen als Männer in den Berufen aufweist (Mitarbeiter bis 30 Jahre), insgesamt sind 39% weiblich. Durchschnittlich werden in den Berufen bei Besetzung einer Vollzeitstelle 39 Stunden vertraglich vereinbart. Rund 5 Überstunden werden dabei noch zusätzlich in der Woche gemacht.

Beliebt in der digitalen Branche sind besonders die Benefits, die von flexiblen Arbeitszeiten über Arbeitszeitenkonten, betriebliche Altersvorsorge und Überlassung von technischen Geräten bis zu einer Vielzahl von Weiterbildungsmöglichkeiten reichen.

 

Textquelle: © BVDW, Kienmann: Arbeiten in der digitalen Wirtschaft 2016 Executive Summary

Bildquelle: © pixabay.com, Pete Linforth

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