„All That We Share“ – ein herzergreifender Spot voller Menschlichkeit

„All That We Share“ – ein herzergreifender Spot voller Menschlichkeit

Was passiert, wenn Menschen, die wir in eine Schublade gesteckt haben, plötzlich etwas mit uns gemeinsam haben?

Der dänische Fernsehsender TV2 zeigt unser meist viel zu schnelles und falsches Schubladendenken eindrucksvoll in einem 3-Minuten-andauernden Spot auf und entfaltet dabei große Wirkung!

Die Kernaussage des Clips „All That We Share“ (deutsch: „Alles, was wir gemeinsam haben“) ist, dass wir Urteile über unsere Mitmenschen viel zu oft nur aufgrund von äußerlichen Merkmalen bilden. Jedoch verbindet uns mehr mit anderen Menschen, als wir auf den ersten Blick erkennen können.
Man muss sich nur die Zeit nehmen und sich mit jedem einzelnen Individuum beschäftigen, um eben diese Gemeinsamkeiten entdecken zu können.

Der dänische Sender TV2 lud diesen Spot im Januar 2017 bei YouTube hoch – genau an dem Tag, an welchem Trump seinen empörenden Einreisestopp gegen Millionen Muslime verhängte.

Leider ist auch noch gegenwärtig die Liste von Gruppen lang, die sich kritisch gegenseitig beäugen, sich diskriminieren und anfeinden.
Von daher denke ich, dass man sich diesen Spot immer mal wieder zu Gemüte führen sollte, um sich an Respekt, Gleichheit und die dringend benötigte Menschlichkeit zu erinnern.

Die Handlung von „All That We Share“

In einer großen Lagerhalle treffen nach und nach Menschen aufeinander. Die einzelnen Personen ordnen sich sofort bei den Menschen ein, bei denen sie sich eher sehen, und stellen sich hierzu in eine Box, die mit weißer Farbe auf dem Boden gezeichnet wurde.
Man sieht Junge, Ältere, Kinder, Bodybuilder, Anzugträger, Tätowierte, Frauen mit und ohne Kopftuch, Einwanderer, Einheimische – jeweils in einem Séparée.

Bildquelle: © pixabay.com / ein Bild von tillburmann

Ein Moderator stößt hinzu und begrüßt die Anwesenden. Er kündigt an, dass er nun ein paar Fragen stellen wird. Ein paar persönliche sind auch dabei, aber er hofft, dass diese ehrlich beantwortet werden.

Der Moderator stellt Fragen, wie zum Beispiel:

  • Wer in diesem Raum war Klassenclown?
  • Wer hat Stiefkinder?
  • Wer wurde gemobbt? oder
  • Wer hat gemobbt?

Nach jeder Frage sortieren sich die Menschen neu: Diejenigen, die sich angesprochen fühlen, treten aus ihren jeweiligen Boxen und finden sich gemeinsam in einem Bereich wieder, der nicht durch weiße Linien begrenzt ist.

Junge, Alte, Kinder, Bodybuilder, Tätowierte, Frauen mit und ohne Kopftuch, Einwanderer und Einheimische – alle durcheinander und schließlich neu vereint.

Bildquelle: © pixabay.com / ein Bild von Alexas_Foto

Denn plötzlich – so sagt der Sprecher – gibt es ein „Wir“:

  • „Wir, die gemobbt wurden“ und „Wir, die gemobbt haben“,
  • „Wir, deren Herz gebrochen ist“
  • „Wir, die verliebt sind“
  • „Wir, die das Glück hatten, letzte Woche Sex zu haben“

Er resümiert schließlich: „Vielleicht gibt es ja mehr das uns verbindet, als wir gedacht hätten.

Der Spot „All That We Share” vom dänischen TV-Fernsehsender TV2

Videoquelle: YouTube: Anon Warrior 

„Muss uns erst ein TV-Sender erklären, wie Gesellschaft funktioniert?“

So endet der Spot. Ich finde, dieser Satz ist gut platziert und hinterlässt eine eindrucksvolle Wirkung, die zum Nachdenken anregt.

Textquelle: Autor („sar„) namentlich unbekannt (2017), brigitte.de, abgerufen am 13.07.2019
Bildquelle: © pixabay.com / ein Bild von bs-matsunaga