Digitaltrends von 2016 – Umfrage

Das Medienmagazin journalist hat mittels einer Umfrage die Digitaltrends von 2016 herausgefunden, die Journalisten in diesem Jahre beschäftigen werden.
62 deutsche Journalisten waren aufgefordert ihre Top-3-Buzzwords an den journalist zu senden. Insgesamt kamen circa 200 Trendbegriffe zusammen.

Digitaltrends von 2016 – Virtual Reality, Chatbots und Snapchat.

Das Thema Virtual Reality (VR), 360°-Videos bzw. Immersive Journalism gaben 23 von 62 Journalisten an und ist somit das Topthema Nr. 1

2016 Digitaltrends – Virtual Reality

Über die 360°-Videos berichteten wir in unserem MuK-Blog schon. Durch die Technologie erlaubt die Virtual Reality, dass sich die Nutzer in einer täuschend echten, aber computersimulierten Umgebung bewegen können. Diese VR-Technik ist bei Computerspielen sehr bekannt und einige Journalisten experimentieren auch schon damit. Die VR bietet sich an, um die Zuschauer an Orten und Situationen zu bringen, zu denen er sonst keinen Zugang hat.
Ein erstes Beispiel für Immersive Journalism gibt es schon: Die Bild-Redaktion experimentiert seit April mit VR-Formaten und gibt dem Zuschauer die Chance, live auf dem Basketball-Court dabei zu sein, wenn der Profi Dirk Nowitzki im Interview mit einem Bild-Reporter ein paar Körbe wirft.

Digitaltrend von 2016 lautet Chatbots bzw. Conversational Journalism (19 von 62 Nennungen).

Diese Form von Journalismus, der seine Nutzer via Messenger erreicht, kann zwei Strategien verfolgen:

  • Ausspielung von Inhalten und Links: In Deutschland hat hierbei WhatsApp eine große Rolle. Auch hier traute sich die Bild-Redaktion als eine der ersten und probierte des Facebook-Messenger aus und verschickte Meldungen aus der Fußball-Bundesliga.
  • Betreibung von Konversation: Hier chatten die Nutzer nicht mit einer Person, sondern mit einem Programm. Die Washington Post entwickelt derzeit einen Bot. Ziel ist es, dass hierbei Fragen von Nutzern beantwortet werden und auch die Konsumenten aufgefordert sind, Informationen und Material über diesen Kanal an die Washington Post zu schicken.
    Es gibt aber auch Experimente von Redaktionen, die nicht auf reichweitenstarke Messenger abzielen. Als Beispiel sei hier Sport1 genannt, die mit iM Football einen Messenger für Fußballfans kreiert haben.

Digitaltrend von 2016 auch Snapchat (14 Nennungen von 62).

Die App, welche es ermöglicht, kurze Selfie-Videos aufzunehmen und diese an einen oder mehrere Freunde zu schicken, gilt in den USA als beliebtestes Kommunikations-Tool unter den Jugendlichen und hat somit Instagram abgelöst. Aber auch in Deutschland ist Snapchat auf der Überholspur: Laut einer aktuellen Bravo-Studie nutzen 35 % der Jugendlichen diese App, während Facebook nur noch auf 32 % kommt.
Vorteile für den Journalismus bestehen darin, dass durch die App Snapchat eine Generation erreichbar ist, welche die klassischen Medien kaum mehr nutzt.

Textquelle: journalist.de, abgerufen am 03.05.2016
Bildquelle: © pixabay.com / ein Bild von geralt

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Norine Palme

"Wenn der Plan nicht funktioniert, dann ändere den Plan - aber niemals das Ziel!" Norine schloss das Studium an der SRH im Jahr 2018 ab. Beruflich ist sie in einem Verlagshaus tätig und widmet sich dort dem Management von verschiedenen Content-Marketing-Kampagnen. Im MuK-Blog schreibt Norine vornehmlich über Themen wie (digitales) Marketing, PR und Digitalisierung.

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