KI als Schlüssel zur Nachhaltigkeit?

Künstliche Intelligenz hat das Potenzial eine Schlüsselrolle im Kampf gegen den Klimawandel einzunehmen. So kann KI dazu beitragen durch die Schonung von Ressourcen, positive Entwicklungen in Gang zu setzen, die sich positiv auf die Umwelt auswirken. Durch Datenauswertung können z. B. Muster erkannt werden, die es uns möglich machen Energie effizienter zu gewinnen und zu verteilen. Das wir an dieser Stelle Hilfe gut brauchen können ist unumstritten. Das Pariser Klimaziel welches beinhaltet, die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, ist vielen Experten nach nicht mehr haltbar. Schon in den nächsten Jahren wird dieser Wert höchstwahrscheinlich überschritten. Die Anzahl an Umweltkatastrophen, wie Überschwemmungen, Dürren und Stürme nehmen zu. Es ist also an der Zeit jede Hilfe in Anspruch zu nehmen, die wir bekommen können. Folgend ein paar Beispiele, wie KI uns helfen kann mehr Nachhaltigkeit zu schaffen.

Optimierung und Analyse

KI kann komplexe Prozesse in allen Bereichen – von der Energiewirtschaft bis zur Landwirtschaft – analysieren und optimieren. So können wir Energie, Ressourcen und Emissionen reduzieren.

Datenauswertung

KI kann riesige Datenmengen aus Satellitenbildern, Sensoren und sozialen Medien sammeln und analysieren. So können wir den Klimawandel besser verstehen, Umweltzerstörung bewerten und nachhaltige Lösungen entwickeln.

Frühwarnsysteme

KI kann Frühwarnsysteme für Naturkatastrophen wie Waldbrände, Überschwemmungen und Dürren entwickeln. So können wir die Bevölkerung besser schützen und die Folgen von Katastrophen minimieren.

Innovationsschub

KI kann neue Technologien und Geschäftsmodelle für eine nachhaltige Entwicklung fördern. Das bedeutet neue Energiequellen, effizientere Ressourcennutzung und nachhaltigere Landwirtschaft und Verkehrssysteme.

Konkrete Beispiele von KI zur Förderung von Nachhaltigkeit

  • Google Earth Engine: Überwacht Waldflächen, Gletscherschmelzen und Klimawandelfolgen in der Landwirtschaft.
  • The Climate Corporation: Hilft Landwirten, ihre Anbaustrategien an den Klimawandel anzupassen.
  • Siemens Energy: Optimiert Windkraftanlagen und die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.
  • IBM Food Trust: Fördert Transparenz und Effizienz in der Lebensmittellieferkette.
  • Circularise: Unterstützt Unternehmen bei der Kreislaufwirtschaft ihrer Produkte.
  • WasteShark: Entfernt Plastikmüll aus Flüssen und Gewässern.

Zusätzliche Punkte:

  • KI kann die Energiewende beschleunigen: Durch die Optimierung von Stromnetzen, die Integration von erneuerbaren Energien und die Entwicklung intelligenter Energiespeicher kann KI helfen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren und eine nachhaltige Energieversorgung zu gewährleisten.
  • KI kann die Landwirtschaft nachhaltiger gestalten: Durch die Optimierung von Düngung und Bewässerung, die Bekämpfung von Pflanzenschädlingen und die Entwicklung neuer Anbaumethoden kann KI helfen, die Erträge zu steigern, die Umwelt zu schonen und die Ernährungssicherheit zu verbessern.
  • KI kann die Kreislaufwirtschaft fördern: Durch die Optimierung von Recyclingprozessen, die Entwicklung neuer Recyclingtechnologien und die Förderung nachhaltiger Produkte kann KI helfen, Ressourcen zu schonen und Abfall zu reduzieren.

Kritik

Allerdings steht diesen positiven Punkten entgegen, dass der Betrieb und das Anlernen der neuen KI-Modelle (besonders der öffentlich Zugänglichen, wie ChatGPT und Gemini) Unmengen an Energie verbrauchen und so den Klimawandel sogar noch beschleunigen. Denn die Energie welche die Rechenzentren verbrauchen, stammt oft aus fossilen Brennstoffen. Die Energiegewinnung aus diesen Stoffen führt wiederum zu Treibhausgas-Emissionen und Luftverschmutzung. Hinzu kommt, dass die Produktion von Hardware für KI-Systeme zu Elektroschrott führt, was zu einem großen Umweltproblem werden kann. Außerdem braucht es für die Herstellung von Computerkomponenten seltene Minerale, deren Gewinnung eine ganze Reihe an Umweltproblemen mit sich bringt.

Das Ganze wird noch von dem hohen Konkurrenzdruck in diesem Sektor beflügelt, der dafür sorgt, dass hier in rasanten Tempo aufgerüstet werden muss.

Fazit

Wie an den obigen Beispielen veranschaulicht, kann KI ein wichtiger Baustein für eine nachhaltigere Zukunft sein. Allerdings muss der Einsatz und der Betrieb der Technologie selbst erst nachhaltig gestaltet werden. Damit KI der Umwelt zuträglich sein kann, braucht es also einen verantwortungsvollen, nachhaltigen und effizienten Umgang. Es bleibt zu hoffen, dass uns die Technologie dabei hilft, die größten Probleme der Menschheit anzugehen und besser in den Griff zu bekommen, anstatt sie weiter zu verschärfen.

Wenn du mehr über künstliche Intelligenz erfahren möchtest, dann schaue doch mal hier vorbei.

Quellen:
https://earthengine.google.com/
https://www.ipcc.ch/
https://www.un.org/sustainabledevelopment/
https://climate.com/
https://www.siemens-energy.com/global/en/home.html
https://www.ibm.com/de-de/products/supply-chain-intelligence-suite/food-trust
https://www.circularise.com/
https://robotik.dfki-bremen.de/de/forschung/projekte/wasteshark
https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-01/weltwirtschaftsforum-studie-klimawandel-bedrohung-umweltrisiko-oekosystem
https://www.helmholtz.de/newsroom/artikel/15-grad-ziel-koennte-schon-in-den-naechsten-jahren-ueberschritten-werden/
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Artikel/Technologie/kuenstliche-intelligenz.html
https://www.scmp.com/business/article/3217640/greenpeace-says-chip-industry-electricity-consumption-more-double-2030-meaning-firms-must-cut

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