Streaming-Portale im Überblick: Welche braucht man?

Streaming-Portale im Überblick: Netflix, Sky oder lieber doch Disney+? Die Flut an Streaming-Diensten neigt dazu, den:die Verbraucher:in zu überfordern. Plötzlich sind ein bis drei Streaming-Abonnements nicht genug, weil die einen etwas haben, was die anderen nicht haben. Der MuK-Blog gibt Übersicht und Hilfestellung.

Netflix ist laut Statista das meistgenutzte Streaming-Portal. Im Jahr 2020 haben 36 Prozent der Haushalte in Deutschland Netflix abonniert und nutzen es insgesamt größtenteils täglich bis am geringsten seltener. Doch ist das meistgenutzte Portal auch das beste? Während wir hier vor zwei Jahren gefragt haben, welcher Streaming-Gigant der beste ist, stellt sich heute die Frage, wie man den besten Streaming-Dienst für sich findet. Seit der Serie Cuties steht Netflix unter massiver Kritik, außerdem häuft sich die Konkurrenz und macht Druck. Finde es daher im folgenden Vergleich heraus.

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„Cuties“, politische Propaganda mit einer Dokumentation über Barack Obama, ein Deal mit Harry und Meghan, „Krishna and his Leela“ und vieles mehr. Die #boycottNETFLIX-Kampagne scheint kein Ende mehr zu finden. Das Streaming-Portal kommt ins Wackeln.

Streaming-Portale: Die wichtigsten im Überblick

Streaming-Dienste oder Video-on-Demand hat in den letzten Jahren seit 2016/2017 an Bedeutung gewonnen. Grund hierfür ist zum einen die Finanzierungsmethode der privaten Sender: Pro7, Sat1, RTL… der freie Zugang zu diesen Sendern, der für uns so selbstverständlich ist, hat eine einzige Bedingung: Werbung. Während wir sie jahrelang hingenommen haben ist die Penetranz ihres Einsatzes nur noch unerträglich. Deswegen haben Forschungen und Studien ergeben, dass wir eher bereit sind, Geld in werbefreies Entertainment zu investieren.

Was waren das für Zeiten, als wir damals um 13:00 Uhr von der Schule gekommen sind, bis 17:00 Uhr das Programm von RTL2 runtergeschaut haben und uns dann zufrieden an unsere Hausaufgaben gesetzt haben. Man weiß diesen Luxus erst zu schätzen, wenn man merkt, wie viel man als Erwachsene:r zu tun hat. Daher ist zum anderen ein weiterer Grund die Sendezeit. Mit dem Alter wird das Leben komplizierter und man kann sich nicht jeden Tag oder einmal pro Woche zur selben Zeit hinsetzen und über mehrere Stunden hinweg eine Sendung gucken. Dadurch wächst die Popularität von Video-on-Demand (zu Deutsch: Video-auf-Anfrage).

Zu den gängigsten Streaming-Diensten gehören:

In der Regel kosten sie +/-10,- € im Monat oder das Zehnfache jährlich, wodurch es in der Summe einen Rabatt gibt. Dabei spezialisieren sich die einzelnen Streaming-Dienste auf verschiedene Bereiche wie Serienklassiker, Sport oder Kinder- und Jugendunterhaltung. Durch die Erweiterung ihrer Angebote überschneiden sich die Bereiche der unterschiedliche Streams und es wird für den:die Verbraucher:in immer schwieriger, den für sich passenden Streaming-Dienst zu wählen, gerade. Man würde sie am liebsten alle abonnieren, um nichts zu verpassen. Doch in der Masse werden sie auf Dauer teuer.

Lösungsalternative 1: Kostenlose Streaming-Portale

Streaming-Portale Tipps im Serienmagazin
Dir sind die Serien im abonnierten Streaming-Portal ausgegangen? Das Serienmagazin von TV Spielfilm informiert dich über neue Serien und gibt zusätzliche Tipps für die Streaming-Dienste. Quelle: Eigene Fotografie / Johanna Karajan

Nur noch Stream und auf das Kabelfernsehen komplett verzichten? Nicht unmöglich und auch nicht vollkommen sinnlos. Die Pro7-Gruppe (darunter auch Pro7MAX, SIX und DMAX) bspw. ist unter denselben Bedingungen wie beim Kabelfernsehen über die entsprechende Apps frei empfangbar. Genauso bieten einige Streaming-Portale (darunter Joyn oder TV Now) live oder nach offizieller Ausstrahlung die Möglichkeit, gängige Sendungen kostenlos anzusehen. Zwar bleibt die Werbung in diesem Zusammenhang nicht vollkommen aus, jedoch können die Videos nach Wunsch angezeigt und pausiert werden.

Lösungsalternative 2: Probeabos

Du stehst auf Serienklassiker, dein Partner will sich Sport nicht entgegen lassen und ihr beide hegt eine Liebe zu Disney? Damit habt ihr schon eine gute Bandbreite abgedeckt. Für den Fall, dass es doch eine Serie gibt, die ein anderes Streaming-Portal beherbergt und ihr sie euch ansehen wollt, bieten die meisten Streaming-Dienste kostenlose Probe-Abos in der Regel von 30 Tagen an.

Achtung: Vergesst nicht direkt nach der Registrierung direkt zu kündigen.

Tipp: Als Studierende könnt ihr das Angebot von Amazon-Prime nutzen. Dadurch wird dieses Portal das erste halbe Jahr kostenlos und kostet während dem restlichen Jahr 3,99€. Alles was ihr dafür benötigt, ist eure Uni-E-Mail-Adresse. Vielleicht habt ihr in dieser Zeit bereits eure Wunschserien geguckt oder euch entschieden (wenigstens zeitweise) ein Abo in Anspruch zu nehmen.

Stream and Enjoy: Anywhere, Anytime

Streaming-Portale Alternative
Für den Fall, dass doch eine unverzichtbare Serie fehlen sollte, hat man seine Lieblinge sowieso als Hardcover Zuhause. Quelle: Eigene Fotografie / Johanna Karajan

Besser als das Umgehen der Werbung und die Ausstrahlung nach Wunschtermin ist, dass Video-on-Demand auf nahezu jedem Gerät – ob Tablet, Smartphone oder Computer – abrufbar ist. So ist man nicht auf einen Fernseher, der normalerweise einen festen Platz in der Wohnung hat, angewiesen und kann seine Serien, Filme etc. von überall genießen. Durch die sog. „Unlimited“-Angebote der unterschiedlichen Telekommunikationsanbieter (Telekom, Vodafone, O2), genießt man Entertainment unterwegs, ohne (viel) Datenvolumen zu Verbrauchen. Diese schließen in ihren Angeboten auch teilw. das ein oder andere Streaming-Portal mit ein, sodass man keine Zusatzkosten hat.

Johanna Karajan

"Ich bin geboren, um Journalistin zu werden.", sagt Johanna über sich, "Journalismus ist mein großer Traum!" Auf diesen Traum arbeitete die geborene Hamburger Deern mit armenisch-französischen Wurzeln direkt nach ihrem Abitur hin und gründete ihren eigenen Mode und Lifestyle Blog. Um ihre Leidenschaft aber auch zum Beruf zu machen, absolvierte sie den Bachelor in Politikwissenschaften und sammelte Erfahrungen durch Allround-Praktika in der Öffentlichkeitsarbeit und dem Jahr Top Special Verlag. Vor ihrer Elternzeit hat Johanna bei einer Content Marketing Agentur als Quality Assurance Assistant und Content Manager gearbeitet. Die Mutter eines Sohnes nutzt nun die Corona- und Lockdown-Zeit sich nicht nur weiterzubilden, sondern auch ihren Traum mit einem Master-Titel in Medien und Kommunikation zu verwirklichen.