Youtube Shorts – Konkurrenz für TikTok?

Nach dem großen Erfolg von TikTok zog Instagram mit Reels nach. Jetzt gesellt sich noch eine Plattform dazu: YouTube bringt YouTube Shorts nach Deutschland.

Was steckt hinter YouTube Shorts?

Das Konzept ist also nicht neu. Ein Video, nicht länger als eine Minute, kann nun auch in Deutschland auf YouTube veröffentlicht werden. Die Betaphase lief bereits seit letztem Jahr in 26 Ländern. Nun wird auf mehr als 100 Länder weltweit erweitert. Sehen konnte jeder Nutzer die Kurzvideos bereits, doch das Erstellen eigener Clips ist erst seit dem 14. Juli 2021 möglich.

Was können die Shorts?

YouTube bietet seinen Nutzern folgendes: Kurzclips können direkt über das Shorts-Kreationstool aufgenommen werden. Es besteht die Möglichkeit, die Clips mit Texten oder Audio-Samples zu versehen. Sind Audio-Samples nicht gewünscht, kann der Nutzer aus einer Bibliothek verschiedene Songs zum Unterlegen des Clips auswählen. YouTube berichtet hier von einer Auswahl in über Millionen Songs (Tendenz steigend) und Musikkataloge von über 250 weltweiten Labels und Verlagen. Zudem ist die Möglichkeit des automatischen Hinzufügens von Untertitel gegeben. Auch Filter sowie viele weitere Effekte für die Kurzclips stehen zur Verfügung.

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YouTube erklärt die YouTube Shorts. / Quelle: YouTube

Die Shorts finden sich bei Youtube auf der Startseite. In der Desktop Version sind die Kurzclips aktuell allerdings noch nicht sichtbar. Das System ist ähnlich wie bei TikTok oder bei Reels. Möchte man das nächste Video sehen, kann einfach vertikal gewischt werden. Die mobile Version hat einen integrierten Shorts-Button, der den Nutzer direkt zu den Kurzclips führt. Von hier aus reicht ein Wischen nach oben und man ist gefangen in der Kurzclip-Welt. Ein Empfehlungsalgorithmus wählt die Clips. Zudem kann kommentiert oder geteilt werden sowie ein Like oder Dislike gegeben werden.

In der mobilen Version hat YouTube einen Shorts-Button eingefügt. / Quelle: eigener Screenshot.

YouTube Shorts oder TikTok?

Die Ähnlichkeit des neuen Dientes von Google zu der Kurzvideo-App TikTok ist kaum übersehbar. YouTube hofft, besonders durch die große Auswahl an Musik punkten zu können. Ob die 2,3 Milliarden aktiven Nutzer der Video-Plattform die neue Funktion annehmen und nutzen, wird sich zeigen. Die App TikTok hat bereits eine Änderung der Kurzclips angekündigt. Die Clips sollen nun bis zu drei Minuten lang sein können. Wann die Änderung umgesetzt wird, ist noch unklar. Aktuell lässt sich sagen, dass sehr viele Shorts ursprünglich TikTok Videos sind. Es ist also ersichtlich, dass die eigene Erstellung von Shorts momentan noch nicht ausgiebig genutzt wird.

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Lisa Hauck

Schreiben fiel Lisa schon immer leicht. Bereits in der Schule konnte sie sich Texte aus dem Ärmel ziehen. Doch mit Beginn des Bachelors in Agrarwissenschaften förderte sie zunächst eine andere Leidenschaft. Erst bei einem Praktikum in einer Werbeagentur für den Agrarbereich flammte die Liebe zum Schreiben wieder auf. Der Vorteil: Die Agentur ist auch als Redaktion aktiv – ein Glücksgriff. Um die Praxis mit Theorie zu unterstützen, hat sie sich für den Studiengang an der SRH entschieden.