„Marketing zwischen Macht & macht nix.“ – Der Marketing For Future Award 2021

Marketing ist viel zu häufig Treiber eines klimaschädlichen Konsums. Immer wieder gibt es jedoch Kampagnen und Maßnahmen, die mit gutem Beispiel in Richtung Klimapositivität voran gehen. Das Bündnis klimapositives Verhalten e.V. macht es sich mit dem Marketing For Future Award zur Aufgabe, Entscheider:innen aus Marketing und Kreation eine Plattform zu bieten und sie für ihr zukunftsorientiertes Denken auszuzeichnen. 
Der Marketing For Future Award wurde in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal verliehen und bot, neben der Verleihung, einen spannenden Einblick in die Community des klimapositiven Marketings.

Das Bündnis klimapositives Verhalten e.V.

Das Bündnis selbst hat es sich zum Ziel gemacht, die Marketing- und Kreativbranche für klimapositive Maßnahmen zu sensibilisieren und sie auf ihre große Verantwortung aufmerksam zu machen. Dabei wirkt der Verein auf drei Ebenen:
Die „M4F Insights“ sollen Unternehmen dabei unterstützen, sich selbst mit klimapositivem Marketing auseinander zu setzten, während die „M4F Klimawerkstatt“ für Interaktion in der Community sorgen soll.
Mit der Verleihung des Marketing For Future Award setzt das Bündnis schließlich Impulse und bietet gelungenen Cases eine Bühne.

„Eine klimapositive Haltung ist Sprungbrett für mehr Herz in der Relevanz, mehr Spitze in der Kreation, mehr Kante in der Differenzierung  und – richtig gemacht – für mehr Glaubwürdigkeit in der Kundenwahrnehmung.“

Das Bündnis für klimapositives Verhalten e.V.

Der Marketing For Future Award 2021

Auch in diesem Jahr setzte das Bündnis Impulse und bot außerdem ein spannendes Rahmenprogramm, angefangen mit drei Expert:innen-Interviews.
Moritz Möller, Marketingleiter bei Veganz, betrachtet dabei den Klimawandel als Treiber des kulturellen Wandels. Weiter betonte er, dass die Menschen ihre Konsumentscheidungen heute sehr viel bewusster treffen.
Auch Gabi Lück, Geschäftsführerin der thinknewgroup, ist der Meinung: „Nachhaltigkeit ist die neue Selbstverständlichkeit“ und machte auf die Verantwortung der Unternehmen aufmerksam.
Zusammenfassend erklärte Prof. Dr. Carsten Baumgarth (Professor für Marketing an der HWR), dass erst die Nachhaltigkeitsziele der Unternehmen ihnen ihre Daseinsberechtigung für die Zukunft sichern.

Gold für eBay Kleinanzeigen-Kampagne

Insgesamt 20 Cases schafften es nach Einreichung in eine der fünf Kategorien auf die Shortlist, die sich dann zur Bewertung den vier Boards: Impact Board, Creative Board, Science und Marketing Board stellen mussten. Laut Moderator und Initiator Jan Pechmann, ein „moderner Marketing Vier-Kampf“, den die Kampagne „Lass uns handeln“ von eBay Kleinanzeigen gewann.

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eBay Kleinanzeigen auf YouTube

Ausschlaggebend für die Auszeichnung mit Gold war der messbare Impact der Digital-Kampagne. So wurden ca. eine viertel Milliarde Artikel auf eBay Kleinanzeigen gehandelt, die damit nicht auf dem Müll gelandet sind. Gemeinsam mit der The goodwills Agentur führte eBay im Rahmen der Kampagne außerdem den #greensunday ein, eine nachhaltige Alternative zum bekannten und konsumorientierten Blacksunday.

Scientists4Future-Session

Mit drei spannenden Sessions neigte sich das Online-Event dem Ende zu. Mit dabei war unter anderem Dr. Friedrich Bohn, der Einblicke in die Arbeit der Scientists4Future gab. Laut Bohn brauche es, um den Klimawandel und die Krise der Biodiversität aufzuhalten, eine Gesellschaft, die in sich nachhaltig ist. Um das zu erreichen müssen Marketing und Wissenschaft Hand in Hand gehen und dabei die menschliche Motivation, nachhaltig zu leben anstoßen. 
Moderator Jan Pechmann fasste schließlich die Erkenntnisse des Abends zusammen und beendete offizielle die Veranstaltung.

„Marketing muss hilfreich dabei sein, die Gesellschaft mit Spirit, Kreativität, Sinnhaftigkeit und Kopf in Richtung Nachhaltigkeit zu sensibilisieren.“

Jan Pechmann beim Marketing For Future Award 2021

Quelle Beitragsbild: Screenshot der Website Bündnis für klimapositives Verhalten e.V.
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Lara Hofmann

Lara sammelte bereits während ihres MuK-Studiums praktische Erfahrungen in der digitalen Kommunikation. Sie wohnt seit einem Jahr in Leipzig und interessiert sich neben ihrem Studium für polarisierenden Themen wie Nachhaltigkeit, Feminismus und Diversität. Daher beleuchtet sie in ihren Artikeln jene medialen Ereignisse, die einen gesellschaftlichen Nerv treffen oder den Wertewandel jüngerer Generationen als Zielgruppe Werbetreibender und Medienschaffender.