Kommunikation will gelernt sein!

Wenn eine Reise ins Ausland geplant ist, stehen immer so einige Vorkehrungen an. Man lässt sich beispielsweise, wenn das weit entfernte Ausland bereist wird, eine vom Arzt angeratene Impfung verpassen, oder man informiert sich über die dortigen Sitten und Lebensgewohnheiten der Einheimischen. Andere sind sogar so motiviert, dass sie vor der Reise ein paar landestypische Sprachfetzen einstudieren, was im Ausland meist zuckersüß von den Kellnern oder Hoteliers belächelt wird, da doch ein Stück Heimat in der Stimme mitschwingt.
Aber nicht alle Kommunikationsformen kommen bei den Einheimischen gut an. Denn manchmal können hier ungewollt viele Missverständnisse und Unannehmlichkeiten entstehen.

Gerade die Gestik ist von Land zu Land unterschiedlich, wobei bei manchen Gesten Vorsicht geboten ist! Denn was in dem einen Land als wohlwollendes Lob gemeint ist, kann in anderen Regionen als schlimme Beleidigung aufgefasst werden.
Hier nun einige Beispiele dafür:

Daumen hoch!
Daumen hoch!

© MuK-Blog.de / Fotograf: Palme, T.

Der nach oben gestreckte Daumen, der in vielen Ländern und Deutschland als Symbol für „eins“ oder „sehr gut“ steht, bedeutet in Australien und Nigeria dagegen eine vulgäre Beschimpfung, mit der man jemanden loswerden möchte.

Peace- oder Victory-Zeichen
Peace- oder Victory-Zeichen

© MuK-Blog.de / Fotograf: Palme, T.

Auch bei dem bekannten „Peace-“ (=Frieden) oder „Victory-“ (=Sieg) Zeichen ist Vorsicht geboten. Streckt man Zeigefinger und Mittelfinger wie ein V nach oben und knickt die restlichen Finger nach unten, so wird das in den meisten Ländern zwar als „Frieden“ oder „Sieg“ verstanden. Dreht man dabei jedoch den Handrücken nach vorne, so kommt dies bei Briten und Australiern negativ an. Dort steht dieses Zeichen nämlich für die vulgäre und unhöfliche Aussage, „lass mich in Ruhe, verdammt“.

In manchen Ländern als „Spitze“-Zeichen bekannt.

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Auch diese Geste hat verschiedene Bedeutungen: Während dieses Handzeichen in weiten Teilen Europas und den USA meist als „in Ordnung“ oder „gut so, bestens“ verstanden wird, bedeutet sie in Frankreich und Belgien „null“ oder „nutzlos“. In vielen Teilen Südeuropas, Südamerikas, im Nahen Osten sowie in Russland stellt sie eine üble Beschimpfung dar, die auf diskriminierende Weise Homosexuelle verspottet.

Diese Geste, die unter Rockern und Heavy-Metal-Fans gängig ist, bedeutet in Argentinien „Schutz vor Unheil”. Allerdings ist in Spanien und Italien Vorsicht bei der Verwendung dieser Geste geboten, denn einem anderen (gehörnten) Mann wird so erklärt, dass ihn seine Ehefrau betrügt.

Hörner-Zeichen
Hörner-Zeichen

© MuK-Blog.de / Fotograf: Palme, T.

Dies sind nur einige Beispiele, aber es zeigt schon hier: Um in kein Fettnäpfchen im Urlaub zu treten, sollte man sich also über die jeweiligen Unterschiede und Bedeutungen im Klaren sein.

Andere Länder, andere Sitten… und Kommunikation will eben gelernt sein!

Textquelle: GEOlino.de, Dorscheid, K., abgerufen am 23.11.2015
Bildquelle: © MuK-Blog.de / Fotograf: Palme, T.

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Norine Palme

"Wenn der Plan nicht funktioniert, dann ändere den Plan - aber niemals das Ziel!" Norine schloss das Studium an der SRH im Jahr 2018 ab. Beruflich ist sie in einem Verlagshaus tätig und widmet sich dort dem Management von verschiedenen Content-Marketing-Kampagnen. Im MuK-Blog schreibt Norine vornehmlich über Themen wie (digitales) Marketing, PR und Digitalisierung.

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