Der Hype um die Serie „Squid Game“

Der Serie „Squid Game“ gelang der erfolgreichste Serienstart auf Netflix. Gefühlt hat sie schon jeder gesehen. Ist dieser Hype berechtigt? Was macht die Serie aus?

Dieser Artikel enthält Spoiler!

Die Handlung

In der Serie geht es um Menschen, die Geldprobleme und hohe Schulden haben. Sie erhalten jeweils eine mysteriöse Visitenkarte und werden schließlich von einem Van abgeholt, betäubt und wachen an einem geheimen Ort wieder auf. Insgesamt 456 Menschen befinden sich dort – alle in durchnummerierten, gleichen Sportanzügen. Dann tauchen die Wächter auf. Diese sind mit pinken Overalls bekleidet, maskiert und bewaffnet. Sie erklären die Regeln: In dem bevorstehenden Wettbewerb gibt es ein hohes Preisgeld zu gewinnen. In dem Wettbewerb werden insgesamt sechs Spiele gespielt, welche erfahren die Spieler jedoch erst kurz vorher. Es stellt sich heraus, dass sie an koreanische Kinderspiele angelehnt sind. Laut den Wächtern werden die Verlierer disqualifiziert. Im ersten Spiel zeigt sich schnell, was disqualifiziert zu werden bedeutet – die Spieler werden getötet. Die Hauptfigur Gi-hun gewinnt letzten Endes die Spiele. Ein Jahr danach findet er raus, wer der Hauptorganisator war und schwört Rache.

Bildquelle: Moviepilot

Was macht die Serie aus?

Hinter „Squid Game“ steckt aber mehr, als das Töten von Menschen. Der Regisseur und Drehbuchautor Hwang Dong-hyuk stellt die soziale Ungerechtigkeit dar. Die Idee zu dieser Serie kam ihm während der Finanzkrise 2008. Der Erfolg kommt laut Medienwissenschaftlern daher, dass die Serie raffiniert zwei Dinge kombiniert. Zum einen das Genre Horror, das Spiel um Leben und Tod. Zum anderen ein starker sozialer Realismus, der die Klassenstruktur der koreanischen Gesellschaft offenlegt. Die Serie führt außerdem vor Augen, wie sehr Konkurrenzdenken in unserer Gesellschaft verankert ist. Fesselnd ist vor allem, dass man sich häufig selbst die Frage stellt „Wie würde ich reagieren?“.

Fazit

Die Serie ist aufgrund ihrer Brutalität zwar nichts für schwache Nerven. Aber der Hype ist durchaus berechtigt. Sie enthält alles, was eine spannende Serie ausmacht: Viele unerwartete Wendungen, emotionale Szenen, Action, eine tiefgründige Geschichte, Bösewichte und die Guten. Bisher gibt es eine Staffel mit 9 Folgen, von der jede 30 bis 60 Minuten geht. Perfekt also für ein regnerisches, langes Wochenende ;-)

Textquelle: deutschlandfunkkultur.de, aufgerufen am 27. Oktober 2021

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Lisa Schmid

Lisa arbeitet bei einem regionalen Kreditinstitut in der Unternehmenskommunikation. Content-Management, Mediengestaltung und Schreiben gehören zu ihren täglichen Aufgaben. Sie ist eine „Allrounderin“ und spricht in ihren Artikeln viele verschiedene Themen an. Um ihre Leidenschaft dafür weiterzuentwickeln, hat sie sich für ein MuK-Studium entschieden. Ihre freie Zeit verbringt sie am liebsten mit Pferd und Hund sowie ihren liebsten Menschen oder powert sich beim Sport aus.