Smartphone, Tablet oder Laptop – welcher Computer eignet sich am besten für das Studium?

„Ich kaufe mir doch noch ein Tablet fürs Studium, zum Lesen.“, mit diesen Worten fand dieser Artikel seinen Ursprung. Denn prompt hatte ich drei mobile Computer zuhause: ein Smartphone, ein Tablet und einen Laptop. Doch braucht man wirklich all diese Geräte? War die Investition sinnvoll? Der MuK-Blog hat drei Geräte für euch getestet. Lest im Folgenden das Resultat.
Hinweis: Es wurde aus jeder Kategorie nur ein Gerät einer bestimmten Marke getestet. Abweichungen anderer Marken sind vor diesem Hintergrund unter Vorbehalt möglich.

Immer zur Hand: Das Smartphone

Wie die Zwischenüberschrift bereits sagt, hat man das Smartphone immer und überall dabei. Das kleine, handliche Gerät, das seit den Jahren 2007/2008 langsam die Welt erobert und damit das klassische Blackberry ersetzt hat, wurde damals schon als Mini-Computer betitelt (oder bedauerlicherweise auch als Spielzeug für Kinder). Mit diesem ist man jederzeit erreichbar oder kann von überall schnell auf allerlei Informationen zugreifen. Der Study Guide empfiehlt bereits, sich gleich zu beginn über die Rubrik „Informationen und Austausch“ im E-Campus der SRH Mobile University mit seinen Kommilitonen in Kontakt zu treten. Die Umsetzung dazu ist die allgegenwärtige WhatsApp-Gruppe. Doch will man auch immer und überall studieren und sich damit die Augen und den Nacken kaputt machen? Medizinisch spricht man bereits vom Handynacken. Dieser Begriff beschreibt die Mehrheit der Gesellschaft, die den Kopf nahezu permanent nach unten auf das Smartphone in der Hand geneigt hat. Dieses verursacht zusätzlich Rückenschmerzen.

Da die verschiedenen Computerhersteller sowie Telefonanbieter mit dem Trend gegangen und auf Smartphones umgestiegen sind, findet man aktuelle Smartphones aus erster Hand ab ca. 560,- € UVP (Apple) oder im speziellen Angebot zum Mobilfunkvertrag.

Vorteile des Smartphones

Das Smartphone der Mini Computer als ständiger Begleiter in der Hand
Quelle: Eigene Fotografie / Johanna Karajan
  • Handlich und kompakt passt es in jede Tasche.
  • Kommilitonen sind in der Regel in akuten Fällen erreichbar, wenn man Hilfe braucht.
  • (Wichtige) Mails werden regelrecht in Echtzeit aufgerufen und können entsprechend beantwortet werden.
  • Hat man eine Vorlesung oder Sprechstunde vergessen, so kann diese kurzfristig auf dem Smartphone abrufen.
  • Keine Extrainvestition, da ein eigenes Handy mittlerweile überwiegend zum Basic-Inventar des Menschen gehört (laut Statista besitzen 96,45 % der 20-39 Jährigen in Deutschland im Jahre 2019 ein Smartphone).

Nachteile des Smartphones

  • Sucht nach dem Smartphone könnte durch die erhöhte Nutzung unter Vorwand steigen.
  • Beeinträchtigung der Augen durch den sehr kleinen Display von 4,3-6,9 Zoll.
  • Rücken und Nackenschmerzen durch das klassische Syndrom des Handynackens.
  • Unbewusster Stress durch die ständige Erreichbarkeit. (Man braucht auch mal Lernpausen und wenn man unterwegs ist, sollte man seinem sich seinem Termin widmen).
  • Gefahr des sinnlosen Herumsurfens am Smartphone in Spiele-, Social Media- oder Suchmaschinen-Apps.

Gut etabliert: Das Tablet

Habt ihr sie auch schon gesehen, Outfit-Berater im Einzelhandel, die mit dem Tablet in der Hand rumrennen? Nein? Dann wart ihr noch nie bei s.Oliver. Aber auch weitere Unternehmen wie Görtz haben das Tablet als gut befunden und in den letzten Jahren vermehrt am Ausgang ihrer Stores platziert, damit Kunden kurzerhand ihren Aufenthalt für den Tag bewerten können. Und wie sieht es im Studium aus? Ich besitze mein iPad seit ca. zwei Wochen und muss feststellen, dass sich die Investition vollends gelohnt hat! Mit einem Bildschirm von 10-12 Zoll ist es deutlich freundlicher für die Augen und trotzdem tragbar („portable“) in der Handtasche, Aktentasche oder unterm Arm. Damit kann ich von überall lesen und vermeide, dass mein kleiner Sohn auf die Tastatur haut. Durch den besseren Sound kann ich auch Vorlesungen viel besser verstehen. Das Tablet funktioniert allerdings nur (für mich), weil ich außer studienrelevanten Apps nichts weiter drauf habe.

Ein hochwertiges aktuelles Tablet erhält man bereits ab ca. 369,- € UVP (Apple)

Das Tablet als Computer während einer Online-Vorlesung
Quelle: Eigene Fotografie / Johanna Karajan
Das verräterische Symbol am Tablet Computer
Quelle: Eigene Fotografie / Johanna Karajan

Vorteile des Tablet-Computers

  • Schonender für die Augen beim Lesen längerer Texte.
  • Tragbar – damit kannst du unterwegs Wartezeiten mit Lesen füllen.
  • Lauter und deutlicher Sound.

Nachteile des Tablet-Computers

  • Zusätzliche Kosten durch Anschaffung von Zusatzmaterial (Tastatur, Stift, Schutz-Case, Panzerglas)
  • Während der Vorlesung ist das Switchen zwischen den Apps nicht möglich.
  • Während der Vorlesung zeigt ein bestimmtes Symbol an, dass du vom Tablet teilnimmst.

Büroatmosphäre mit dem Laptop

Wer sich eine Büroatmosphäre schaffen will, greift auf den guten, alten Laptop zurück. Mit durchschnittlich 17 Zoll steht er unter den mobilen Computern dem klassischen Computer um nichts nach. Dennoch ist er mit seinem Gewicht von 2-3 kg für längere Strecken eine Belastung. (Als Vergleich: eine Schwangere sollte vermeiden, mehr als 5 kg zu heben/tragen). Man kann ihn entweder auf dem Tisch platzieren oder sich gemütlich aufs Bett oder auf die Couch mit ihm zurückziehen. Was ich außerdem an dem Vorreiter der mobilen Computer schätze, ist die Möglichkeit Speichermedien wie CDs oder USB-Sticks (mehrere als einen an einem Windows-Surface) anzuwenden.

Ein funktionstüchtiger neuer Laptop steht ab ca. 350,- € UVP (Lenovo) im Handel zum Kauf.

Vorteile des Laptop Computers

  • Für längere schriftliche Arbeiten hervorragend geeignet.
  • Wer nicht mit Apps arbeiten möchte greift hier auf Programme zurück.
  • Die Büro-Atmosphäre steigert die Konzentration.
  • Nutzung von Speichermedien und weiterer Hardware durch USB-Kabelanschlüsse problemlos möglich.
Interview vor Ort, welches mit dem Laptop Computer gleich aufgeschrieben wird.
Bevor ich Interviews mit dem Smartphone aufgenommen habe, habe ich diese direkt am Laptop abgetippt. Quelle: Eigene Fotografie / Johanna Karajan

Nachteile des Laptop Computers

  • Kleinkind haut gerne auf die Tastatur.
  • Unhandlich für den (längeren) Transport.
  • Maus nicht im Lieferumfang enthalten.
  • Sound oft noch zu leise und undeutlich.

Mix & Match mit mehreren Computern auch mit kleinem Budget

Wisst ihr was ich an meinem letzten Bürojob so geliebt habe? Das Arbeiten mit zwei Bildschirmen (wenngleich an einem Computer). Warum nicht eine Vorlesung am Tablet hören und am Laptop Fragen eintippen, wenn Dozenten das Oncoo-Board benutzen? Oder warum nicht das Smartphone parat haben und sich akute Hilfe von den Kommilitonen holen, wenn das mit dem Eintreten in die Veranstaltung nicht einwandfrei klappt? Gerne notiere ich mir am Smartphone auch schnell Fragen für die kommende Sprechstunde während ich am Tablet meinen Studienbrief lese und schicke sie trotzdem am liebsten vom Laptop ab. Wenn das Smartphone als teuerster Computer bereits zum Standard-Equipment bei dir gehört und du das ein oder andere Gerät bereits für die Schule oder ein vorangegangenes Studium benutzt hast, lohnt sich die dritte Investition bestimmt.

Tipp: Viele Händler bieten mittlerweile Käufe auf Raten gelegentlich mit einer 0%-Finanzierung an. Damit sprengt die größere Investition nicht dein monatliches Budget. Vergiss außerdem nicht, diese bei der nächsten Steuererklärung zu erwähnen.

Achtung: Jeder Bildschirm flackert. Auch wenn unsere Augen das nicht direkt erkennen und an unser Gehirn senden, so sollten wir das immer im Hinterkopf behalten. Spätestens ein Foto vom eingeschalteten Bildschirm macht dies deutlich. Auf Dauer kann das eine Belastung für unsere Augen sein. Davon abgesehen ist es wichtig, sich im Sinne unserer Gesundheit sowohl im Studium als auch im Bürojob alle 1-2 Stunden von seinem Arbeitsplatz zu erheben und leicht zu bewegen (beispielsweise würde ein Gang zur Küche um Wasser oder Kaffee nachzufüllen oder ein Gang zur Toilette bereits ausreichen).

Johanna Karajan

"Ich bin geboren, um Journalistin zu werden.", sagt Johanna über sich, "Journalismus ist mein großer Traum!" Auf diesen Traum arbeitete die geborene Hamburger Deern mit armenisch-französischen Wurzeln direkt nach ihrem Abitur hin und gründete ihren eigenen Mode und Lifestyle Blog. Um ihre Leidenschaft aber auch zum Beruf zu machen, absolvierte sie den Bachelor in Politikwissenschaften und sammelte Erfahrungen durch Allround-Praktika in der Öffentlichkeitsarbeit und dem Jahr Top Special Verlag. Vor ihrer Elternzeit hat Johanna bei einer Content Marketing Agentur als Quality Assurance Assistant und Content Manager gearbeitet. Die Mutter eines Sohnes nutzt nun die Corona- und Lockdown-Zeit sich nicht nur weiterzubilden, sondern auch ihren Traum mit einem Master-Titel in Medien und Kommunikation zu verwirklichen.