Instagram Stories: Swipe-Up jetzt auch mit weniger als 10.000 Abonnenten

Es gibt einige gute Gründe dafür, als Unternehmen oder Marke in den sozialen Netzwerken präsent zu sein. Zum Beispiel die Steigerung der Bekanntheit, der direkte Austausch mit (potentiellen) KundeInnen, eine angestrebte Verbesserung des Images, oder auch im Zuge des Employer Brandings. Am Ende des Tages wollen viele Unternehmen aber hauptsächlich eines: ihre Produkte platzieren und im besten Fall absetzen. Bei einer Umfrage von GlobalWebIndex gaben 29 % der Befragten an, soziale Netzwerke zu nutzen, um neue Produkte zu finden und zu kaufen. Im Falle von Instagram ist das sogenannte „Swipe-Up“ in den Instagram Stories eine für diesen Zweck sehr hilfreiche Funktion.

Instagram steht mit einer Milliarde aktiver NutzerInnen im Januar 2020 an fünfter Stelle der beliebtesten Netzwerke. Vor allem die Instagram Stories haben in den letzten Jahren zunehmend an Relevanz gewonnen. Schließlich hat sich die Anzahl der weltweit täglich aktiven NutzerInnen zwischen Ende 2016 und Anfang 2019 um 400% – von 100 Millionen auf 500 Millionen – erhöht.

Bislang gestalte es sich aber für Unternehmen mit geringer Reichweite eher schwierig, die ZuschauerInnen einer Story danach direkt zum eigenen Online-Shop zu führen. Entweder musste in der Story auf einen Link in der Instagram-Biografie verwiesen, oder ein Post aus dem Feed – welcher wiederum eine Produktverlinkung enthält – direkt in der Story veröffentlicht werden. So oder so müssen die NutzerInnen in beiden Fällen aktiv die Story verlassen und können erst in einem nächsten Schritt zum Produkt gelangen. Anders sieht es aus, wenn ein Account mehr als 10.000 Abonnenten hat. Denn dann kann via „Swipe-Up“ ein Produkt verlinkt werden. Die NutzerInnen müssen lediglich auf dem Bildschirm von unten nach oben wischen und gelangt unmittelbar zur gewünschten Landingpage.

Die neue Swipe-Up-Funktion ist vor allem für Unternehmen mit kleinerer Reichweite interessant

Nun hat Instagram endlich eine neue Swipe-Up-Funktion gelauncht, die für alle Accounts zugänglich ist. Um die Funktion nutzen zu können, müssen lediglich Produkte im eigenen Instagram-Shop vorhanden und der Account ein Business-Konto sein.

So funktioniert die neue Version des Swipe-Ups:

Das Swipe-Up wird über ein oben abgebildetes Link-Zeichen eingefügt. Jetzt kann ausgewählt werden, ob ein einzelnes Produkt des Instagram-Shops, oder gleich die komplette Produktsammlung verlinkt werden soll. Nachdem die Angaben gespeichert wurden, erscheint in der Story die Meldung „Call to Action hinzugefügt“. Die Funktion erscheint genau wie das herkömmliche Swipe-Up mittig im unteren Teil des Bildschirms. Die NutzerInnen müssen bei dieser Funktion nicht nach oben wischen, sondern nur auf den Call to Action Button klicken. Wenn ein einzelnes Produkt verlinkt wurde, werden den NutzerInnen nun die im Shop hochgeladenen Artikelbilder, sowie auch Fotos, die im Feed gepostet wurden und bei denen jenes Produkt markiert wurde, angezeigt.

2. Auswahl zwischen der Verlinkung auf ein einzelnes Produkt oder zu dem gesamten Instagram Shop
1. Mit einem Klick zum neuen Swipe-Up

4. Swipe-Up wird in Form eines Call to Action Buttons angezeigt
3. Erfolgreiche Integration des Swipe-Ups

Zwar kann durch diese Funktion nach wie vor nicht direkt zu einer eigenen Landingpage gelinkt werden, aber für die NutzerInnen ist der Weg zum Produkt nun deutlich kürzer und einfacher. Ein weiterer Vorteil dieser Funktion ist, dass auch Einzelhändler, die vielleicht gar keinen eigenen Online-Shop haben, ihre Produkte gesammelt präsentieren und auf jene verweisen können.

Quellen: https://blog.globalwebindex.com/chart-of-the-day/social-media/; https://de.statista.com/statistik/daten/studie/659687/umfrage/taeglich-aktive-nutzer-von-instagram-stories-weltweit/; https://de.statista.com/statistik/daten/studie/181086/umfrage/die-weltweit-groessten-social-networks-nach-anzahl-der-user/

Bildquellen: Titelbild von Photo Mix auf Pixabay; Beitragsbilder aus eigener Darstellung (© Celina Mönkediek)

Celina Moenkediek

Celina Moenkediek

Celina arbeitet neben ihrem Muk-Studium als Content Managerin in einem mittelständischen Modeunternehmen. Damit konnte sie ihre Leidenschaft, das Schreiben, zum Beruf machen. Des Weiteren ist sie Social-Media-Expertin und befasst sich sowohl beruflich, als auch privat mit den neuesten Modetrends. Sie schreibt daher über die Modebranche, sowie über gesellschaftliche Themen und Digitalisierung. Ihre Freizeit verbringt sie gern in der Natur mit Hund und Pferd, oder entspannt sich beim Yoga.