Was ist Corporate Social Responsibility?

Corporate Social Responsibility (CSR) wird oft mit „Tue Gutes und sprich darüber“ gleichgesetzt. Dabei ist es mehr: Unternehmen können ihr Image aufbessern, Risiken und Krisen vermeiden und nachhaltig etwas verändern. Am Ende ist das im Idealfall nicht nur ein PR-Manöver, sondern ein ernst gemeintes Engagement. Die Handelskamer Bremen unterstreicht, dass es bei CSR um eine freiwillige Selbstverpflichtung von Unternehmen geht, die etwas über die gesetzlichen Vorschriften hinaus tun wollen. Im Fokus stehen hierbei die Themen Soziales, Umwelt und Wirtschaft.

Das österreichische Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) schreibt auf seiner Website dazu: „Damit die Unternehmen ihrer sozialen Verantwortung in vollem Umfang gerecht werden, sollten sie auf ein Verfahren zurückgreifen können, mit dem soziale, ökologische, ethische, Menschenrechts- und Verbraucherbelange in enger Zusammenarbeit mit den Stakeholdern in die Betriebsführung und in ihre Kernstrategie integriert werden.“

Bei CSR kann man sich vielfältig einbringen: Durch Stiftungen, Aktionen oder den Einsatz energiesparender Produktionsmaschinen.

CSR richtig umsetzten

Die Handelskammer Bremen hat hier eine hilfreiche Liste zusammengestellt, wie man CSR betreiben kann:

  • Geld- und Sachspenden, Stiftungen, Aktionen der Mitarbeiter*innen wie Spendenläufe
  • Initiierung eigener Projekte und Kooperationen mit Schulen, Kitas, Hochschulen usw.
  • Umweltschutz im eigenen Unternehmen, Optimierung der Produktionskette
  • Mitarbeiter*innen unterstützen durch z. B. flexible Arbeitszeiten oder Home-Office-Möglichkeiten

Zusätzlich ist es wichtig, CSR nicht nur als Image-Boost zu nehmen. Sinn der Sache ist nicht, Verbraucher*innen mit vermeintlichen umweltfreundlichen und angeblich fair hergestellten Produkten mehr Geld aus dem Portmonaie zu entlocken. Doch CSR ist wirtschaftlich kein Selbstzweck: Wer sich glaubwürdig für andere einsetzt, darf dabei ruhig Gewinne einstreichen.

Ziel ist also kein Greenwashing, also das Bewerben von nachhaltigen Themen, ohne diese ernsthaft umzusetzen. Deshalb ist es wichtig, interne und externe Kontrollen einzuführen, die Öffentlichkeit über Fortschritte transparent zu informieren und Stellen einzurichten, bei denen Mitarbeiter*innen Missstände anonym melden können. Denn sonst kann die CSR-Stratgie schnell nach hinten los gehen: So dachten Käufer*innen von Volkswagen jahrelang, klimafreundliche Autos zu fahren, und mussten dann erfahren, dass das Unternehmen nicht ehrlich zu ihnen war. VW zahlte Milliarden, um Betroffene zu entschädigen.

Quellen:

Handelskammer Bremen: https://www.handelskammer-bremen.de/beraten-informieren2/gesellschaftliche-verantwortung/corporate-social-responsibility/corporate-social-responsibility-eine-definition-1305894

Österreichisches Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK): https://www.bmk.gv.at/themen/klima_umwelt/nachhaltigkeit/unternehmen/ek_definition.html

Der Standard: https://www.derstandard.de/story/2000125741119/wie-sich-greenwashing-verhindern-laesst

Bilder:

Ron Lach von Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/menschen-hand-madchen-blatt-7944408/

Lara Jameson von Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/mann-draussen-erwachsener-horizontal-9324303/

Eva Bloch

Eva hat während ihrem dualen Bachelorstudium erste Berufserfahrungen beim ZDF gesammelt. 2021 begann sie den Master an der SRH Fernhochschule und arbeitet jetzt in einem Industrieunternehmen als Werkstudentin im Bereich Unternehmenskommunikation. In ihrer Freizeit liest sie gerne, kocht oder macht Zumba.