Vier Marketing Buzzwords aus der Medienwelt – Teil 2

Egal ob langfristige Entwicklung oder kurzfristiger Trend – wer mit Marketern auf Augenhöhe mitreden möchte muss die geläufigen Marketing Buzzwords kennen. Im ersten Teil habe ich bereits vier Abkürzungen vorgestellt. Nun folgt die Fortsetzung mit weiteren vier Buzzwords aus dem Online-Marketing:


Freebie

Ein Freebie ist ein digitales „Geschenk“, das zum Download angeboten wird. In der Regel werden diese als kostenlos beworben, wenn jedoch auf den Download-Button geklickt wird, öffnet sich ein Kontaktformular. Denn „bezahlt“ wird mit den eigenen Kontaktinformationen. Mögliche Angebote sind z.B.: Infografiken, Whitepaper, E-Books, Leseproben oder Webinare und Videos.

Das Marketing-Ziel von Freebies ist es Abonnenten für den E-Mail-Verteiler anzulocken. Denn freiwillig gibt doch niemand gerne seine E-Mail-Adresse raus, aus Angst vor Phishing-Mails. Diese Leads, also qualifizierte Kontakte, können dann für eine andere Marketing-Aktion genutzt werden, um sie gezielter anzusprechen.

Word-of-Mouth

Diesem Marketing-Phänomen kommt gerade in Zeiten von Produkt-Überfluss eine immer stärkere Bedeutung zu. Das gilt insbesondere für Unternehmen die neu am Markt sind oder sich durch einen fehlenden USP noch nicht von der Masse abheben. Das Word-of-Mouth-Marketing (dt. Empfehlungsmarketing) beschreibt nämlich die persönliche Empfehlung zwischen Konsument*innen und potenziellen Kund*innen für ein Produkt oder eine Dienstleistung. Denn häufig wird eine persönliche Erfahrung aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis als weitaus vertrauenswürdiger eingeschätzt, als ein klassisches Werbeversprechen.

Besonders in den sozialen Netzwerken hat diese Form der Mundpropaganda ein ganz neues Geschäftsfeld eröffnet. Influencer sind mittlerweile in ihren Communities zu Meinungsbildnern geworden und beeinflussen ihre Follower in der Kaufentscheidung nachweislich. Je nachdem, ob das Urteil positiv oder negativ ausfällt, kann es einem Produkt zum Erfolg verhelfen oder die Zielgruppe distanziert sich. Für Unternehmen besteht hier die große Herausforderung einen passenden Markenbotschafter zu finden, der das Produkt glaubwürdig und authentisch vertritt.

Sales-Funnel

Eine grundlegende Aufgabe des Marketings ist es, die eigene Zielgruppe genau zu kennen und mit Hilfe von Maßnahmen zu erreichen. Dies sollte im Besten Fall gezielt erfolgen und nicht gemäß dem „Gießkannenprinzip“. Genau hier kommt der Sales-Funnel ins Spiel. Er beschreibt den Marketing- und Vertriebs-Prozess, den Interessent*innen durchlaufen, wenn sie zu einem Kunden bzw. Kundin werden. Das klare Ziel eines Funnels: Steigerung des Umsatzes. 

Zu Beginn des mehrschichtigen „Verkaufstrichters“ existieren eine Menge unqualifizierter jedoch potenzieller Kund*innen. Mit einem definierten Sales-Funnel wird nun festgelegt, welche Maßnahmen ein Unternehmen ergreifen muss, um diepotenziellen Kund*innen in die nächste Phase bzw. letztendlich zum Kauf zu bewegen. Die einfachste Form eines Sales-Funnels ist, wenn ein Interessent durch eine Empfehlung (Word-of-Mouth) oderSuchmaschinenwerbung auf einen Webshopaufmerksam gemacht wird, die Seite besucht und das Produkt kauft.

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Viral Marketing

Das Viral Marketing basiert auf dem Grundprinzip der Mundpropaganda. Hinter dem Buzzword versteckt sich eigentlich nur eine Markenbotschaft, die sich zum „Selbstläufer“ entwickelt. Der Clou dabei: die Konsumierenden nehmen die Inhalte nicht als klassische Werbung wahr und verbreiten sie freiwillig in den sozialen Netzwerken. Die digitale Botschaft kann dabei alsspannendes Video, interessanter Text oder unterhaltsames Meme auftreten. Merkmale eines viralen Hits: eine schnelle Verbreitungüber verschiedene Kanäle mit enormer Reichweite, ohne großen finanziellen Aufwand für das Unternehmen.

Die virale Verbreitung ist nur selten kalkulier- und steuerbar. Außer man heißt true fruits oder sixt, die mit Ihren häufig provokante Kampagnen eine digitale Verbreitung forcieren. So verbreiten sich die digitalen Botschaften rasend schnell und entwickeln eine Eigendynamik und das Unternehmen gewinnt an Aufmerksamkeit.

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Jana Kallbach

Jana entschied sich, nach dem Abitur und ihrer Ausbildung in einer klassischen Werbeagentur, für ein aufbauendes Studium an der SRH Fernhochschule. Derzeit arbeitet Sie in der Marketingabteilung eines mittelständischen Unternehmens und ist für die Koordination von Branding und Printmedien zuständig. Durch Ihre Begeisterung für Grafik und Design widmet sie sich im MuK-Blog bevorzugt Themen, die die Medienbranche bewegen.