Die verschiedenen Social-Media-Typen: Welcher bist du?

Laut Statista nutzen 4,2 Milliarden Menschen weltweit aktiv soziale Medien. Das sind rund 53,8%! In Deutschland liegt der Anteil bei 45% innerhalb Europas. Und jeder nutzt sie anders: Finde im folgenden heraus, welcher der Social Media Typen du bist.

Verschiedene Social-Media-Typen

Facebook, Instagram, Twitter, TiKToK, Tumblr… die Flut an sozialen Netzwerken ist so massiv das Angebot der Streaming-Dienste. Genauso wie bei Filmen und Serien die Geschmäcker auseinander gehen, bedeutet die Registrierung in einem sozialen Netzwerk nicht gleich eine aktive Nutzung zur Selbstinszenierung. Sich austauschen, sich unterhalten lassen, jemanden unterstützen – die Bandbreite ist groß. Im folgenden stellen wir euch eine Auswahl gängiger Social-Media-Typen in zufälliger Reihenfolge vor. Zur Krönung haben wir ihnen lustige Namen gegeben.

1. Der*die Entertainer*in

Diese Privatperson nutzt Netzwerke zur Selbstinszenierung. Gerne steht sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Regelmäßig postet die Person Beiträge von sich, insbesondere Fotos: Selfies, Urlaubsfotos, Restaurantbesuche mit Fotos vom Essen usw. Der*die Entertainer*in zieht manchmal kaum eine Grenze, Arztbesuche oder Krankenhausaufenthalte zu teilen oder sich online bei ihrer Community krankzumelden. In der Regel postet diese Person nicht weniger als einmal pro Woche und wird bereits als vermisst gemeldet, wenn sie diesen Zeitrahmen mal überschreitet.

2. Business(wo)man

Social-Media-Typen aktiv und passiv
Viele Menschen nutzen soziale Netzwerke täglich, mehrere oder einzelne, aktiv oder passiv, unterhaltend oder geschäftlich. Quelle: Eigene Fotografie / Johanna Karajan

Die nächste Stufte der Entertainer*innen sind jene, die sich in einem Element (Mode, Musik, Lifestyle) gefunden haben und dies zu ihrer Berufung als Blogger, Influencer, Entrepreneur o.ä. gemacht haben. Da sie von Kooperationen leben und die Aufmerksamkeit potenzieller Partner*innen auf sich ziehen wollen und zudem eine hohe Zahl an Followern generieren wollen (was als entscheidendes Kriterium für ihren Erfolg gilt) posten diese Menschen jeden Tag bis spätestens alle drei bis vier Tage etwas auf ihren Netzwerken. Meistens geht es in ihren Beiträgen darum, Produkte zu vermarkten. Dabei schließen sie nicht aus, auch mal private Einblicke zu geben, um authentischer zu wirken und Nähe zu ihrer Gefolgschaft aufzubauen. Es gibt aber auch jene Business People, die nicht mit ihrer Person im Social Media unterwegs sind, sondern mit ihrem Business. Für diese ist die Nutzung von sozialen Medien eher ein (ungeliebtes) Mittel zum Zweck.

3. Der Fan

Der Fan ähnelt den Business Leuten in vielerlei Hinsicht: auch hier gibt es zwei Arten und nicht immer sind diese Nutzer*innen mit ihrer eigenen Person im social Web vertreten. Sie nutzen soziale Medien, um eine Fan-Gemeinschaft für ihre Idole aufzubauen und diese an einem Ort zu generieren. Meistens geht es dieser Art von Fans darum, einfach nur ihre Lieblingsfotos der Stars zu teilen (und Neuigkeiten zu verbreiten). Mit etwas Glück folgt ihr Idol ihrer Fan-Seite. Diese sollte aber auch als solche gekennzeichnet werden, damit es nicht so aussieht als würden sie ihre Idole imitieren. Die andere Art von Fan ist als ihre eigene Person vertreten und möchte ihrem Idol nahe sein. Da Stars immer mehr in sozialen Medien vertreten sind, macht es dies möglich. Außerdem ist man direkt an der Quelle aller Neuigkeiten.

4. Der*die Unterstützer*in

Der Unterschied zwischen Fans und Unterstützer*innen? Die persönliche Basis. Ich denke dabei an Menschen, die soziale Medien eher meiden und jede Anmeldung auf einem weiteren Netzwerk bereits eine zu viel ist. Doch diese Unterstützer*innen geben sich einen Ruck, um bspw. Freunde zu unterstützen, indem sie ihnen oder ihrer Seite folgen. Von den Business Leuten wissen wir, dass bereits ein treuer Follower mehr viel ausmachen kann. Der*die Unterstützerin gibt dabei nicht viel von sich auf sozialen Netzwerken preis.

5. Die Rollenspieler*innen

Admin-revelations sind cool – denn wer möchte nicht gerne mal wissen, wer sich hinter einem Konto verbirgt – aber der*die Rollenspieler*in ist im sozialen Netzwerk nicht sie selbst ist. Sie ist nicht mal eine Person, die sie böswillig imitieren möchte. Rollenspieler*innen sind eine Fantasiefigur (manchmal sogar selbst erfunden). Anstatt Fan-Fictions zu schreiben (dazuerfundene Geschichten zu Filmen oder Serien), erwecken sie eine Figur zum Leben und spielen diese in ihrer eigenen Interpretation. Dabei schließen sie sich einer Fan-Gemeinschaft an und tun sich mit anderen zusammen. Nicht selten ist eine Role-Player-Seite auch eine Fan-Seite, die als sich als solche kenntlich macht.

„Wir können durchaus mehr als einer der Social Media Typen sein.“

Johanna, MuK-Blog

6. Der*die Spieler*in

Nein, hier ist nicht Dostoevskys „Spieler“ gemeint. Wir sehen diese Personen pausenlos online, aber bevor Facebook ein entsprechendes Zeichen in Form eines Joysticks (die Bedienung einer Spielkonsole) eingesetzt hat, war uns ihr Handeln ein Rätsel. „Eigentlich spiele ich nur auf Facebook.“, eine Offenbarung, die uns blöd aus der Wäsche gucken lassen hat. Demnach ist der*die Spieler*in im eigentlichen Sinne kein*e Spielerin wie der Role-Player, aber doch bewegen sie sich in eine ähnliche Richtung. Die typischen Suchtmacher Candy Crush, Farmville oder Bubble Shooter lösen als App-Spiele für das Smartphone allerdings Facebook ab.

7. Die „Unterhalte mich!“-Menschen

Jemand der Unterhaltung sucht, aber nicht in aktiver Form, wie Spiele zu spielen. Die „Unterhalte mich!“-Menschen erfreuen sich an Memes, die allseits beliebten lustigen Katzenvideos aber auch Sprüchebildern, Konzertvideos oder den neusten Klatsch. Durch die neuen Algorithmen muss sich nicht einmal mehr darum bemühen, aktiv nach dieser Unterhaltung zu suchen. Sie erscheinen direkt als Empfehlung in ihrem Newsfeed. Meistens imponieren Bilder, Videos oder einfach nur Statusse so sehr, dass eine Flut davon im eigenen Feed geteilt wird. Das kann aber auch den untypischen unterhaltungssuchenden Menschen inspirieren.

8. Die Story-Teller

Mittlerweile ersetzen kurzweilige Stories, die nach 24 Stunden automatisch aus den Neuigkeiten verschwinden, die Funktion etwas dauerhaft auf dem eignen Profil zu posten. Dies kann auch ersparen, dass man kritisiert oder gelöscht wird, weil man damit den Newsfeed der „Freunde“ vollspammt. Zwar werden Profile mit ungesehenen Stories markiert, doch sieht man sich diese nur nach Bedarf an. Story-Teller posten nahezu tagtäglich. Dabei haben sie den Schutz, dass diese Story nach 24 Stunden nicht mehr da ist. Eine Story kommt selten allein, aber dafür in Massen. Oft beinhalten diese das eigene Leben, so eben auch inspirierende Bilder und lustige Videos.

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Ein lustiges Katzenvideo

9. Die Quasselstrippe

Man sieht sie ununterbrochen am Handy, aber sie sind nicht unbedingt auf sozialen Medien, um zu spielen oder sich selbst in Szene zu setzen. Wofür sind sie dann da? Das Geheimnis ist einfach zu lüften: Diese Menschen sind ununterbrochen am Chatten. In ihrer eigenen, ausgewählten Gemeinschaft tauschen sie sich aus und unterhalten sich gemeinsam. Man kann sich bei diesen Menschen sicher sein, immer schnell eine Antwort zu bekommen. Diese Menschen brauchen kaum weitere Kontakte als ihre eigenen.

10. Die Spione

Sie wissen über alles Bescheid und verblüffen uns, wenn sie uns mit ihrem Wissen konfrontieren. Den Spionen entgeht nichts, sie sehen sich mehr an als wir ihnen zutrauen (oder eben gerade deswegen?). Ihr Muster funktioniert, weil sie auf nichts reagieren und dann doch lieber auf dazu persönliche Gespräch setzen. Am besten erspart man sich Nerven, indem man fragt, warum sie auf nichts reagieren. Über ihre Mitmenschen auf dem Laufenden zu sein ist eben ihr Entertainment.

Schon deinen Social-Media-Typen herausgefunden?

Und wer hat sich bereits in dem ein oder anderen Typen wiedererkannt? Wir können durchaus mehr als einer der Social Media Typen sein. Vielleicht musstest du auch zwischendurch lachen oder schmunzeln. Nimm es auf jeden Fall mit Humor, denn es ist normal sich in der medialen Welt im Social Media aufzuhalten. Wichtig ist dabei den Blick für das echte Leben nicht aus den Augen zu verlieren. Auch wenn soziale Medien mit ihren zahlreichen Funktionen bis hin zu Videotelefonie den guten Draht über die Distanz ermöglichen.

Johanna Karajan

"Ich bin geboren, um Journalistin zu werden.", sagt Johanna über sich, "Journalismus ist mein großer Traum!" Auf diesen Traum arbeitete die geborene Hamburger Deern mit armenisch-französischen Wurzeln direkt nach ihrem Abitur hin und gründete ihren eigenen Mode und Lifestyle Blog. Um ihre Leidenschaft aber auch zum Beruf zu machen, absolvierte sie den Bachelor in Politikwissenschaften und sammelte Erfahrungen durch Allround-Praktika in der Öffentlichkeitsarbeit und dem Jahr Top Special Verlag. Vor ihrer Elternzeit hat Johanna bei einer Content Marketing Agentur als Quality Assurance Assistant und Content Manager gearbeitet. Die Mutter eines Sohnes nutzt nun die Corona- und Lockdown-Zeit sich nicht nur weiterzubilden, sondern auch ihren Traum mit einem Master-Titel in Medien und Kommunikation zu verwirklichen.