Buch-Empfehlung: Praxisbuch Usability und UX

Wer kennt es nicht? Die Website, die man gerade besucht, ist schlecht aufgebaut. Doch warum? Und was machen erfolgreiche Websites und Apps anders? Es gibt schließlich Gründe, warum Messenger-Dienste oder Plattformen wie Instagram so beliebt sind. Die Autoren Jens Jacobsen und Lorena Meier veranschaulichen das in Ihrem Buch „Praxisbuch Usability und UX: Was jeder wissen sollte, der Websites und Apps entwickelt“. Auf rund 550 Seiten wird ausführlich erläutert, was man bei der Konzeption von Websites und Apps beachten sollte.

Für wen ist das Buch?

Laut den Autoren ist das Buch für Produktverantwortliche von Apps, Verantwortliche für Websites, Programmierer*innen, Webdesigner*innen oder -entwickler*innen sowie Interessierte geschrieben. Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Ich persönlich habe das Buch genutzt, als ich meine Bachelorarbeit über den Relaunch einer Website und der dazugehörigen App schrieb. Denn wer weiß, wie man diese konzipiert, kann sie auch überarbeiten.

Benutzerfreundliche Websiten und Apps sind ein Erfolgfaktor für Unternehmen.

Was steht drin?

Das Buch ist in der 2. Auflage (die 3. erschien vor kurzem) in 49 Kapitel und drei Abschnitte eingeteilt. Kapitel eins bis acht zeigen, was man überhaupt braucht, um ein Konzept zu entwerfen. Denn ein bisschen Hintergrundwissen über nutzerfreundliche Programme schadet nicht. Hier werden Grundlagen erklärt: Was ist Usability, welche Erkenntnisse liefert die Wissenschaft? Wie funktioniert menschliche Wahrnehmung? Erörtert wird aber auch, dass immer mehr User*innen am Smartphone aktiv sind. Websites und Apps müssen also auch für dieses Gerät funktionieren. Zum Schluss dieses Abschnittes wird ein idealer Projektablauf für den Launch der Website oder der App skizziert.

Anschließend wird in Kapitel neun bis 25 der Nutzer bzw. die Nutzerin beleuchtet. Wie geht man mit Zielgruppen, Personas usw. um? Wie gelangt man an geeignete Daten und entwickelt aus diesen erste Ideen? So wird u. a. erklärt, was eine Informationsarchitektur ist und wie Prototypen eingesetzt werden sollten. Nachdem die Grundlagen über Usability (Nutzerfreundlichkeit) in Abschnitt eins vermittelt wurden, zeigt Abschnitt zwei, was bei der Planung und Konzeption zu beachten ist.

In Abschnitt drei werden Tipps für die Umsetzung gegeben: Die Zielgruppe ist bekannt, das Konzept steht, der Prototyp getestet und verbessert. Bevor die entwickelte Version jetzt gelauncht wird, wird noch viel zum Thema Navigation und Seitenaufbau geschrieben. Wie nutzt man Bilder, Videos, Farben, Texte und Audios sinnvoll? Wo erwartet der bzw. die User*in das Kontaktformular, welche Navigation ist zielführend und zugleich einfach und verständlich? Insgesamt bietet das Buch viele hilfreiche Ratschläge und zeigt auf, warum das Projekt „Website“ oder „App“ ein wohldurchdachtes sein sollte. Wer sicher gehen möchte, dass er keinen Aspekt vergisst, ist hier sicher aufgehoben.

Quellen:

Jens Jacobsen/ Lorena Meyer (2019): Praxisbuch Usability und UX: Bewährte Usability- und UX-Methoden praxisnah erklärt. 2. Auflage, Rheinwerk Computing Verlag, Bonn

Bilder:

Caio auf Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/buch-geoffnet-auf-white-surface-selective-focus-fotografie-46274/

picjumbo.com von Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/person-die-tagsuber-laptop-verwendet-196655/

Eva Bloch

Eva hat während ihrem dualen Bachelorstudium erste Berufserfahrungen beim ZDF gesammelt. 2021 begann sie den Master an der SRH Fernhochschule und arbeitet jetzt in einem Industrieunternehmen als Werkstudentin im Bereich Unternehmenskommunikation. In ihrer Freizeit liest sie gerne, kocht oder macht Zumba.